Türkisches Frachtschiff gesunken: Zwei Tote und acht Vermisste vor Griechenland

Am frühen Montagmorgen ist es vor der griechischen Küste zu einer Tragödie gekommen. Beim Zusammenstoß des türkischen Schiffs Piri Reis und des Frachters ConSouth starben zwei Menschen, acht werden noch vermisst.

Wie Reuters berichtet, stammen die zwei Ertrunkenen und die acht Vermissten allesamt von der unter der Flagge der Cookinseln fahrenden Piri Reis, die insgesamt 17 Besatzungsmitglieder an Bord hatte. Sieben Seeleute konnten gerettet werden.

Die beiden Frachter waren im Mittelmeer zusammengestoßen. Die Piri Reis, die Düngemittel geladen hatte, ging darauf hin unter. Derzeit wird von menschlichem Versagen als Unglücksursache ausgegangen. Zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes, etwa 75 nautische Meilen vor der kleinen Insel Sapienza, herrschten gute Wetterbedingungen. Es wird spekuliert, dass sich der Kapitän der 1979 erbauten Piri Reis nicht auf der Brücke befunden haben soll.

ConSouth ist weiterhin fahrtüchtig

Alle 16 Besatzungsmitglieder des unter der Fahne von Antigua-Barbuda fahrenden Frachters ConSouth, die aus Russland, Polen und den Philippinen stammen, sollen wohlauf sein. Das Schiff, das von der Türkei nach Malta unterwegs war und nichts geladen hatte, sei weiterhin fahrtüchtig.

Gegen 05.45 Uhr  am Morgen soll die Piri Reis, die sich im Besitz der türkischen Reederei Emiroğlu befindet und auf dem Weg von Algerien in die Ukraine befand, in ihrer Mitte gerammt worden sein. Darauf hin sei sie binnen Minuten versunken. Die Besatzung solle aus Syrien stammen. Türkische Staatsbürger sollen sich nach Angaben des türkischen Verkehrsministeriums nicht an Bord befunden haben. Derzeit werde zudem geprüft, ob durch das Düngemittel irgendwelche Umweltschäden entstanden sein könnten.

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