Internet-Drosselung: Auch Alt-Kunden der Telekom betroffen

Die Telekom stellt alle Telefonanschlüsse auf die VoIP-Technologie um. Im Rahmen dieser Umstellung bietet sie ihren Kunden Neuverträge. Damit werden über kurz oder lang auch die Alt-Kunden der Telekom die Drossel zu spüren bekommen: Das Internet wird verlangsamt, wenn hohe Datensätze heruntergeladen werden.

Ab Mai drosselt die Telekom den DSL-Neukunden das Internet ab einem Datenvolumen von 75 GB pro Monat (mehr hier). Doch auch den Altkunden will die Telekom über neue Verträge diese Begrenzung aufzwingen.

Bis 2016 wird die Telekom alle klassischen Festnetz-Telefonanschlüsse auf die VoIP-Technologie umstellen, berichtet das Computermagazin Chip. Im Rahmen dieser Umstellung kündigt die Telekom die bestehenden Verträge. Die Alt-Kunden erhalten stattdessen einen neuen Vertrag über einen Telefonanschluss mit VoIP. Somit bekommen die Kunden dann auch einen neuen Vertrag für die DSL-Nutzung. Diese Neuverträge enthalten dann die Drosselungs-Klausel. Diese sieht eine ab einem verbrauchten Datenvolumen von 75 GByte eine Begrenzung der Internet-Geschwindigkeit für den Rest des Monats auf langsame 384 Kbit pro Sekunde vor (mehr hier).

Zunächst werden die analogen Telefonanschlüsse umgestellt, anschließend die ISDN-Anschlüsse. Über die Masche mit der VoIP-Technologie kann die Telekom auch alle Alt-Kunden in ihren Plan zur Drosselung der Internet-Geschwindigkeit miteinbeziehen.

Ein lukratives Geschäft: Alle Telekom-Kunden werden so nach und nach von der Drosselung betroffen sein. Wer außerdem Traffic-intensive Internet-Dienste wie YouTube nutzen will, muss Zusatzpakete der Telekom kaufen (mehr hier).

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