Willem-Alexander: Der neue König kurbelt die holländische Wirtschaft an

An diesem Dienstag ist es soweit: Nach 33 Jahren Regentschaft übergibt die niederländische Königin Beatrix das Zepter an ihren Sohn Willem-Alexander. Nicht nur das Volk, auch der Einzelhandel ist in ausgesprochener Feierlaune und zeigt sich abseits von jedem Kitsch auch noch äußerst kreativ.

Amsterdam hat sich herausgeputzt. Alle Zeichen stehen auf Orange. Selbst die Straßenbahnen erstrahlen in royalem Glanz. Unzählige Feste sind für diesen Dienstag angesetzt. Und auch die Vertreiber von einschlägigen Werbeartikeln sehen wahrhaft goldenen Geschäften entgegen. Schon jetzt sind Tausende Touristen in der niederländischen Hauptstadt. Die Souvenierläden sind bestens gerüstet, die Regale vollgestopft mit Kitsch, der die Häupter von Willem-Alexander und Gattin Maxima ziert. Geschirr, Figuren und T-Shirts, Krawatten und auch Tischdecken nichts bleibt verschont.

Die Aufregung bei Jung und Alt scheint verständlich: Nach ganzen 123 Jahren besteigt mit Willem-Alexander erstmals wieder ein Mann den Thron. Wie wird er sich schlagen? Kann der 46-Jährige in den riesigen Fußstapfen seiner vom Volk über alles geliebten Mutter Beatrix bestehen?

Das Volk ist jedenfalls zuversichtlich und feiert ihr neues Königspaar mit allerhand Krönungskreationen von Bier bis Sex-Spielzeug und von Cannabis bis hin zu pelzigen Clogs. Millionen, so berichtet The Economic Times, würden die Menschen derzeit für die nicht selten kuriosen Kleinigkeiten in den niederländischen Geschäften ausgeben.

Besonders schön, so das Blatt, sei etwa das Engagement der hiesigen Brauer. Willem-Alexander, der einst an der Universiteit Leiden studiert und seither scherzhaft den Spitznamen „Prins Pils(je)“ führt, wird dieser Tage gemeinsam mit seiner Mutter mit einer limitierten Auflage geehrt. Der Clou: Dank einer speziellen Rezeptur erhält auch dies einen besonderen, orangenen Farbton. Das so genannte „Abdankungsbier“, produziert im Dörfchen Rha, ist landesweit mittlerweile derart beliebt, dass Brauer Steve Gammage seine ursprünglich vorgesehene Braumenge von 1000 Liter auf nunmehr 10.000 Liter anheben musste.

Königlich kulinarisch geht es auch in den Bäckereien zu. Kuchen mit Orangen-Tüpfelchen gehören fast in jedem Betrieb dazu, ebenso wie orangefarbene Schokolade in Form von High Heels oder der des (Noch-) Prinzen. Und es wäre nicht Holland, wenn es nicht auch ein bisschen schlüpfrig werden dürfte: So bietet etwa ein Unternehmen Leopardenfell-Dessous mit einem orangefarbenen Kronenmuster an, während eine orangefarbener Mini-Vibrator mit einem „Ik Willem“-Druck im Internet zu haben ist.

Andere scheinen derweil weiter zu denken und wollen sich nach der Krönung nicht mit unverkäuflichem Kitsch belasten. Sie halten ihre Produkte so neutral wie in dieser Farbe nur irgendmöglich. Immerhin: Die nächste Sportveranstaltung kommt bestimmt:

Na dann, frohes Fest!

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