Türkei: Gentechnisch veränderte Pflanzen müssen draußen bleiben

Die Türkei ist kein Freund gentechnisch manipulierter Produkte. Nun hat die Regierung 26 gentechnisch veränderten Pflanzen verboten. Doch die USA ist nicht glücklich über die „Genfood“-kritische Haltung der Türken. Denn die Türkei ist ein potentieller Absatzmarkt.

Die türkische Regierung hat nach einer illegalen Einfuhr gentechnisch verunreinigter Reislieferungen am Hafen von Mersin, den Import von  26 gentechnisch veränderten Pflanzen verboten. Die Entscheidung wurde vom türkischen Biosicherheits-Gremium getroffen, berichtet die Hürriyet. Doch einige genmanipulierte Mais – und Sojasorten sollen auf den türkischen Markt gelangen dürfen, um als Tierfutter verarbeitet zu werden.

Die türkische Bevölkerung hält nicht viel von „Genfood“. Im vergangenen Jahr führte Greenpeace eine Türkei-Umfrage unter 4.860 Personen durch (mehr hier). Nahezu 80 Prozent der Umfrageteilnehmer erklärten, dass ihr Vertrauen in ein Lebensmittel produzierendes Unternehmen erlösche, würde dieses gentechnisch veränderte Produkte verwenden, während 60 Prozent der befragten Teilnehmer angaben, derartige GM-Erzeugnisse gar nicht erst zu kaufen.

Zudem forderten die Bürger eine entsprechende Kennzeichnung auf Fleisch, Milch und Eiern von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Produkten gefüttert wurden.

Doch US-Diplomaten versuchen schon seit Jahren, die Türkei von „Genfood“ zu überzeugen. Die türkische Zeitung Posta veröffentlichte 2011 Auszüge aus Wikileaks-Dokumenten von US-Diplomaten, die sich über diese Haltung der Türken beschweren. Washington müsse mehr Druck auf die türkische Regierung ausüben.

Gleichzeitig seien US-Wissenschaftler gefragt. Denn sie seien zur Überzeugung der türkischen Bevölkerung einzusetzen. Die Türkei als Absatzmarkt für gentechnisch manipulierte Produkte, dürfe nicht aufs Spiel zu setzen.

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