Verdacht auf C-Waffen-Einsatz: Türkei lässt Blutproben syrischer Patienten untersuchen

Derzeit befinden sich mehrere syrische Patienten im türkischen Krankenhaus von Reyhanlı. Türkische Mediziner wollen herausfinden, ob gegen sie C-Waffen eingesetzt worden sind. Zuvor soll die türkische Regierung Informationen über einen C-Waffen Einsatzs Assads in Idlib erhalten haben.

In das Staats-Krankenhaus von Reyhanlı wurden syrische Patienten aus Idlib eingeliefert. Es besteht der Verdacht, dass Assad-Truppen C-Waffen gegen die Zivilbevölkerung von Idlib eingesetzt haben sollen. Die türkischen Ärzte führen derzeit eine Reihe von medizinischen Tests durch.

Einige der Patienten wurden nach Ankara zu weiterführenden Untersuchungen gebracht. Das Reyhanlı-Krankenhaus steht unter Quarantäne. „Wir haben unbestätigte Informationen über einen C-Waffen Einsatz erhalten. Alle Vorsichtsmaßnahmen wurden getroffen“, zitiert Reuters den Bürgermeister von Reyhanlı, Hüseyin Şanverdi.

Während seiner USA-Visite Ende April stellte der türkische EU-Minister Egemen Bağış vor Reportern heraus, dass ein Eingriff in Syrien mittlerweile auch ohne den Beweis für einen C-Waffeneinsatz unausweichlich geworden sei (mehr hier).

Die bundespolizeiliche Ermittlungsbehörde des US-Justizministeriums (FBI) soll angeblich türkische Sicherheitskräfte für einen Angriff mit syrischen Chemiewaffen trainiert haben (mehr hier). Die Angst vor einem solchen Ernstfall ist riesengroß. Erst im Januar kam eine geheime US-Depesche ans Licht, die einen solchen Einsatz bereits bestätigte.

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