Ausschreitungen: Syrische Rebellen töten türkischen Polizisten

Bewaffnete Syrer haben an der türkisch-syrischen Grenze das Feuer auf Grenzbeamte und Zivilisten eröffnet. Grund: Die türkische Polizei wollte sie nicht in die Türkei lassen, weil sie keine Pässe dabei hatten. Offenbar handelt es sich bei den Angreifern um Mitglieder der Freien Syrischen Armee (FSA).

Am türkisch-syrischen Grenzübergang Akçakale ist es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der Freien Syrischen Armee (FSA) und der Grenzpolizei gekommen. Ein Polizist kam bei den Gefechten ums Leben. Elf weitere Sicherheitsbeamte und Zivilisten wurden schwerverletzt, berichtet das Nachrichtenportal Haber 7.

Eine Gruppe von ungefähr 1000 Syrern wollte zuvor die Grenze in die Türkei ohne Ausweise passieren. Die türkische Grenzpolizei habe dies nicht erlaubt. Anschließend soll die Situation eskaliert sein. „Als wir sie nicht passieren ließen, haben sie angefangen, wahrlos auf unsere Bürger und Sicherheitskräfte zu schießen. Die Lage in Akçakale ist angespannt“, zitiert die Hürriyet den Bürgermeister von Akçakale, Abdülhakim Ayhan.

Offenbar werden die syrischen Flüchtlinge und die Rebellen entlang der türkisch-syrischen Grenze und in der Türkei immer mehr zu einem Sicherheitsproblem. Im März kam es in einem türkischen Flüchtlingslager zu Unruhen. Die türkischen Behörden machten die Verantwortlichen ausfindig und schoben 600 Syrer ab.

Auch im vergangenen Jahr kam es im Distrikt İslahiye zu Zusammenstößen zwischen Flüchtlingen und Sicherheitskräften, nachdem eine Gruppe von 1.500 turkmenischen Flüchtlingen aus Syrien im Camp ankamen. Trotzdem entschied sich die Türkei weitere Flüchtlinge aufzunehmen (mehr hier).

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