Erdoğan prescht vor: Al-Assad setzt Chemiewaffen ein

Der türkische Premierminister Erdoğan sagt: Das Assad-Regime hat C-Waffen zum Einsatz gebracht. Zudem ist ihre Luftwaffe immer noch schlagkräftiger, als die der Rebellen. Das ist ein großer strategischer Vorteil. Doch die Stunden des Regimes sind gezählt.

Der türkische Ministerpräsident Erdoğan hat in einem Interview mit der japanischen Zeitung Daily Nikkei gesagt, dass das Assad-Regime C-Waffen einsetze. Das werde er auch bei seinem anstehenden Washington-Besuch mit US-Präsident Obama besprechen. „Die Opposition ist im Bereich der Bodenstreitkräfte überlegen. Doch die Lufthohheit liegt in den Händen des Regimes. Trotzdem wird das Regime bald fallen“, zitiert die Hürriyet den türkischen Premier.

Anfang Januar hatte der Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), der türkische Diplomat Ahmet Üzümcü, gesagt, dass sich unter den in Syrien gelagerten chemischen Waffen Stoffe wie Sarin, Senfgas und das Nervengas VX sowie die entsprechenden Trägersysteme. Insgesamt handle es sich um einen Bestand von mehr als 1000 Tonnen (mehr hier).

Zuvor berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Syriens (SANA), dass Rebellen bei einem Angriff in Aleppo Chemiewaffen eingesetzt haben sollen (mehr hier).

Großbritannien erklärte in einer Mitteilung, dass der Einsatz oder die Verbreitung von Chemiewaffen eine entschlossene Reaktion der Staatengemeinschaft nach sich ziehen müsse. „Großbritannien wäre dann gezwungen, seinen bisherigen Ansatz in der Syrien-Frage zu überdenken“, zitiert Reuters eine Sprecherin des britischen Außenministeriums.

Mehr hier:

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