Syriens Opposition: „Regierungs-Truppen verüben Massaker in al-Bayda“

Im syrischen Dorf al-Bayda sollen Dutzende Zivilisten exekutiert worden sein. Quellen der syrischen Opposition machen die Assad-Regierung dafür verantwortlich. Der Syrien-Konflikt nehme immer stärker konfessionelle Züge an. In al-Bayda leben mehrheitlich Sunniten.

Die syrische Beobachtungsgruppe für Menschenrechte (SOHR) sagt, dass in dem mehrheitlich sunnitisch-syrischen Dorf al-Bayda, in der Nähe der Hafenstadt Banyas, 40 Zivilisten einem Massaker zum Opfer gefallen seien sollen.

Die Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte fordert von der internationalen Staatengemeinschaft ein Eingreifen in den Syrien-Konflikt. Das Massaker an den Zivilisten sei von Regierungstruppen verübt worden. Den „schweren Verbrechen“ des Assad-Regimes müsse Einhalt geboten werden.

„Viele Dorfbewohner sind in die sunnitischen Gebiete geflohen, da sie keine Zuflucht in den Gebieten der Alawiten zu erwarten haben“, zitiert die BBC Abdul Rahman von der SOHR. Der BBC Reporter Jim Muir ist der Ansicht, dass das Massaker ein Beweis für den konfessionellen Charakter des Krieges sei.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass der blutige Konflikt bisher insgesamt mehr als 70.000 Opfer gefordert haben könnte. Mit mehr als 6000 dokumentierten Todesfällen galt der vergangene März als der bisher blutigste Monat in dem bereits seit mehr als zwei Jahren andauernden Konflikt in Syrien (mehr hier).

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