Beobachtungsstelle: Israelische Bombenangriffe töten mindestens 42 Soldaten

Israelische Luftangriffe auf militärische Standorte in der Nähe von Damaskus am vergangenen Wochenende haben mindestens 42 Soldaten getötet- Das gab die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte an diesem Montag bekannt.

„Bei den Bombenangriffen wurden mindestens 42 Soldaten getötet, 100 weitere, die sich an den Standorten aufgehalten haben, werden vermisst“, zitiert die Nachrichtenagentur AFP Rami Abdel Rahman, Leiter der oppositionsnahen Londoner Beobachtungsstelle. Zuvor hatte man die Zahl auf 15 Todesopfer geschätzt. Von Seiten der syrischen Behörden gibt es bislang keine Zahlen zu Toten oder Verletzten. Die Angaben aus London sollen auf anonymen Quellen in syrischen Militärkrankenhäusern beruhen.

Wie die Beobachtungsstelle mitteilte, seien drei Anlagen bombardiert worden. Unter normalen Umständen hätten sich dort um die 150 syrische Soldaten aufgehalten. Ob sich auch am vergangenen Wochenende alle dort befanden, sei jedoch nicht klar. Von Seiten eines hochrangingen israelischen Verantwortlichen heißt es unterdessen, bei den beiden Attacken binnen 48 Stunden seien Waffenarsenale bombardiert worden, die für die israelfeindliche Hisbollah-Miliz im Libanon bestimmt gewesen wären. Waffenlieferungen dieser Art, das machte Israel bereits deutlich, würden als „rote Linie“ betrachtet. Schon im Januar kam es zu einem Bombardement (mehr hier).

Ban Ki Moon mahnt zur Zurückhaltung

Die israelischen Luftangriffe vom vergangenen Wochenende, die von Syrien als Kriegserklärung bezeichnet wurden, schüren nun erneut die Sorge um eine Eskalation des Konflikts (mehr hier). Nach einer Warnung der syrischen Regierung gen Israel, dass man durch die Bombardements, die Türen zu allen Möglichkeiten weit geöffnet habe, rief UN-Generalsekretär Ban Ki Moon alle Beteiligten zu äußerster Zurückhaltung auf.

Derweil wandte sich Syriens Außenministerium an den Uno-Sicherheitsrat sowie den Uno-Generalsekretär. In einer schriftlichen Erklärung wird davor gewarnt, dass weitere israelische Angriffe zu einem Krieg führen könnten. Der Sicherheitsrat müsse nun Verantwortung zeigen und die israelischen Angriffe stoppen. Auch in Ägypten wird das Verhalten Israels als Aggression gewertet.

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