Erhöhte Alarmbereitschaft: Türkisches Militär startet Übung an syrischer Grenze

Das türkische Militär hat am vergangenen Montag eine zehntägige Übung auf einer Basis in der Nähe der Grenze zu Syrien begonnen. Bereits seit einigen Wochen befindet man sich dort in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Ängste vor einem Übergreifen der Unruhen und einem C-Waffeneinsatz sind immens gestiegen.

Mit der Übung auf dem Stützpunkt İncirlik (mehr hier), einem NATO-Luftwaffenstützpunkt außerhalb der Stadt Adana, auf dem sowohl türkische als auch US-amerikanische Truppen stationiert sind, soll die militärische Kampfbereitschaft und Abstimmung mit den Ministerien geprüft werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Erklärung des Generalstabs.

„[Mit der Übung] werden gemeinsame Operationen, die zwischen den Ministerien, öffentlichen Institutionen und den Streitkräften in einer Zeit der Mobilmachung und des Krieges ausgeführt werden, getestet“, heißt es hierzu.

Obschon die Militärübung in der Provinz Adana, rund 100 Kilometer von der türkisch-syrischen Grenze entfernt, von den türkischen Streitkräften als „geplant“ bezeichnet wurde, fällt sie nun in eine Zeit höchster Anspannung.

Umfrage: 65 Prozent der Deutschen gegen Intervention

Die Türkei bietet derzeit Zuflucht für fast 400.000 Flüchtlinge aus Syrien. Ankara war stets einer der schärfsten Kritiker von Präsident Bashar al-Assad. Bereits in der jüngeren Vergangenheit ließ man Kampfflugzeuge an der Grenze aufsteigen, nachdem vermeintliche Irrläufer aus Syrien türkisches Territorium getroffen hatten (mehr hier). Nun wurde erst in der vergangenen Woche ein türkischer Grenzbeamter getötet und sechs weitere bei einem Zusammenstoß mit bewaffneten Männern an einem Grenzübergang entlang der 900-Kilometer-Grenze verletzt (mehr hier).

Derweil gerät US-Präsident Barack Obama auf Grund der vermeintlichen Giftgaseinsätze und Angriffe von Seiten Israels immer mehr unter Druck in Syrien zu intervenieren. Für die Deutschen kommt das gemäß einer Umfrage des „sterns“ allerdings nicht in Frage. „65 Prozent sind dagegen, nur 27 Prozent befürworten einen Einsatz“, heißt es.

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