Warnung aus den USA: Migränemittel können IQ des Ungeborenen mindern

Die US-amerikanische Gesundheitsaufsicht hat Ärzte und Frauen im gebärfähigen Alter vor gut einem halbem Dutzend Medikamenten zur Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen gewarnt. Werden diese während der Schwangerschaft eingenommen, könnte das zu einer Minderung der Intelligenz des Babys führen.

Wie die Food and Drug Administration (FDA), die behördliche Lebensmittelüberwachung und die Arzneimittel-Zulassungsbehörde der Vereinigten Staaten, an diesem Montag mitteilte, sollten Migräne-Medikamente, darunter Depakote und Depacon, nicht von Schwangeren eingenommen werden. Das berichtet abc News.

Die Pillen, die allesamt den Wirkstoff Valproat-Natrium enthielten, seien bereits mit einem Warnhinweis über das Risiko von Geburtsschäden versehen. Nun wolle die FDA jedoch nachlegen, nachdem eine Studie gezeigt hätte, dass sich der IQ bei Kindern verringert habe, deren Mütter während der Schwangerschaft zu diesen Medikamenten gegriffen hätten.

Einnahme: Risiken überwiegen die Nutzen

„Jetzt haben wir noch mehr Daten, die zeigen, dass das Risiko für Kinder den Nutzen überwiegt“, so Russell Katz, FDA-Direktor für neurologische Medikamente. Erst Anfang dieses Jahres berichteten Forscher von der Emory University, dass Valproat-haltige Arzneimittel mit einer Reduktion der IQ-Werte von Kindern im Alter von sechs Jahren zwischen acht und elf Punkten verbunden waren. Die Studie verglich Kinder, deren Mütter verschiedene  neurologische Medikamente während der Schwangerschaft eingenommen hatten. Die Ergebnisse unterstützten ähnliche Resultate, die Kinder im Alter von drei Jahren aufwiesen.

Depakote und ähnliche Medikamente werden auch verwendet, um bipolare Störungen und epileptische Anfälle zu behandeln. Während die FDA sie für diese Anwendungen nicht kontraindiziert, sollten sie von Frauen im gebärfähigen Alter allerdings nur als letzter Ausweg betrachtet werden.

Alternative Behandlung etwa mit Akkupunktur

Glück im Unglück für die meisten Frauen: Auf Grund eines gleichmäßig hohen Östrogenspiegels, der vor allem nach dem dritten Monat gemessen werden kann, bessert sich zumeist auch das Thema Migräne. Kommt es dennoch dazu, so empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft zum Beispiel Akkupunktur. Daneben können psychologische Entspannungstechniken oder eine Lymphdrainage Linderung verschaffen. Auch Magnesium kann auf Grund seiner Krampf lösenden Wirkung helfen. Letzteres sollte nach Rücksprache mit dem Arzt allerdings bereits prophylaktisch eingenommen werden.

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