Türkei: Ausschreitungen zwischen syrischen Flüchtlingen und Einwohnern

In der türkischen Stadt Reyhanlı ist es zu Ausschreitungen zwischen Syrern und Türken gekommen. Zuvor kam es zum Rechnungs-Streit zwischen einem syrischen Flüchtling und einem türkischen Restaurantbesitzer. Die türkischen Sicherheitskräfte mussten einschreiten.

In der türkisch syrischen Grenzstadt Reyhanlı ist es zu Ausschreitungen zwischen syrischen Flüchtlingen und türkischen Einwohnern gekommen. Ausgangspunkt der Unruhen war ein Streit zwischen einem Syrer und einem türkischen Restaurant-Besitzer, berichtet die Zeitung Posta.

Der Syrer hatte im Restaurant mit weiteren Landsleuten gespeist. Anschließend gab es Unstimmigkeiten bezüglich der Rechnung. Die Nachricht über den Streit verbreitete sich wie ein Lauffeuer und es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen den Einwohnern und den Syrern.

Die Polizei schritt ein und trieb die Menschenmengen auseinander. Sieben beteiligte Syrer und Türken wurden von der Polizei festgenommen. Die Einwohner von Reyhanlı  zeigten sich erbost über die Festnahme ihrer türkischen Landsleute. In der Nacht zum Dienstag zogen dann Menschenmengen  mit türkischen Flaggen auf die Straßen, um gegen die Festnahme ihrer Landsleute zu protestieren.

Offenbar ist die Situation zwischen den syrischen und türkischen Bevölkerungsteilen entlang der türkisch-syrischen Grenze angespannt. Anfang Mai kam es am türkisch-syrischen Grenzübergang Akçakale zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der Freien Syrischen Armee (FSA) und der türkischen Grenzpolizei. Ein Polizist kam bei den Gefechten ums Leben. Elf weitere Sicherheitsbeamte und Zivilisten wurden schwerverletzt, berichtete das Nachrichtenportal Haber 7 (mehr hier).

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