Ende der Kommunikation: Syrien macht das Internet dicht

Die Situation in Syrien spitzt sich zu. Seit Dienstagabend gibt es keinen Zugang zum Internet mehr, Telefone funktionieren ebenfalls nicht mehr. Die Regierung soll dafür verantwortlich sein. Die absichtliche Störung der Kommunikation zwischen den Rebellen könnte der Hintergrund sein.

Nach den Angriffen Israels auf Syrien am Wochenende ist seit Dienstagabend das Internet im Land lahmgelegt. Google gibt an, dass alle Internet-Angebote des Unternehmens im Land nicht mehr verfügbar seien. Auch Telefone funktionieren nicht mehr.

Der blog Umbrella Security Labs berichtete von einem Stillstand des Traffics gegen 18.45 Uhr am Dienstagabend. Google bestätigt diese Angaben. Bis jetzt seien alle Produkte des Unternehmens nicht mehr nutzbar, so Google auf seiner Webseite.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Syrien alle Kommunikationswege komplett abgeschaltet sind. Zuletzt war dies im November der Fall. Vieles spricht dafür, dass die syrische Regierung absichtlich alle modernen Kommunikationsformen lahmgelegt hat. „Wir sehen keine Auswirkung in Nachbarstaaten und wir sehen nichts, dass darauf hinweist, dass der Ausfall durch Schäden an dem ein oder anderen Kabel, die Syrien mit der Außenwelt verbinden, verursacht wurde“, zitiert Al Jazeera Jim Cowie von Renesys. Jim Cowie ist Chef-Technologe des Unternehmens, das den weltweiten Internetverkehr beobachtet.

Unterdessen hat die syrische Telekommunikationsbehörde jedoch darauf verwiesen, dass die Störung auf die Beschädigung eines Lichtleitkabels zurückzuführen sei, so das Radio Stimme Russland.

Zudem hat die syrische Regierung in der Vergangenheit bereits mehrmals die Telefon- und Internetleitung in bestimmten Regionen des Landes unterbrochen. Meist geschah dies, um die Kommunikation der Rebellen untereinander zu verhindern – kurz bevor die Regierungstruppen eine Operation planten.

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