Einsatz für Tierrechte: Superstar Ajda Pekkan spricht im türkischen Parlament vor

Ungewöhnlicher Auftritt im türkischen Parlament: Dort, wo sich sonst Politiker und Bürokraten tummeln, hat jetzt ein waschechter Popstar das Wort ergriffen. Die Sängerin und leidenschaftliche Tierschützerin Ajda Pekkan nutzte die Gelegenheit, um noch einmal auf die jüngste, gemeinsame Kampagne aufmerksam zu machen. Das Anliegen: Essensreste der Restaurants sollen nicht weggeworfen, sondern an Tierheime gegeben werden.

Nur noch selten nimmt die türkische Popmusikerin und Schauspielerin Ajda Pekkan öffentliche Auftritte wahr. Wenn sie es dann doch tut, dann aber mit Bedacht. Wie die türkische Zeitung Hürriyet berichtet, stattete die Grande Dame der hiesigen Musikszene nun dem türkischen Parlament einen Besuch ab. Zusammen mit den Abgeordneten macht sie sich derzeit in einer gemeinsamen Tierschutz-Kampagne stark.

Die einstige Teilnehmerin am Eurovision Song Contest im Jahr 1980 zeigte sich hocherfreut, dass ihr Anliegen hier tatsächlich unterstützt und umgesetzt worden sei. „Das“, so die Petr’oil-Interpretin, „sind sehr schöne Veränderungen.“

Gut 8000 Mahlzeiten werden Tag für Tag im türkischen Parlament zubereitet. Seit acht Monaten gilt das Augenmerk jedoch auch den Tieren, die es weit weniger gut haben. Essensreste landen seither nicht in der Mülltonne, sondern gehen an Tierheime. Erinnert werden die Restaurantbesucher und Servicekräfte daran Tag für Tag. So machen kleine Notizen auf jedem Tisch das Personal darauf aufmerksam, keine Servietten oder Zahnstocher auf ihren Tellern zu hinterlassen.

Erst seit einem Jahr eigene Tierschutzpartei

Tierschutz ist in der türkischen Politik noch ein relativ neues Feld, obschon die Rechte von Tieren in der Türkei schon von jeher als wichtig erachtet werden. Erst seit März 2012 gibt es die erste Tierschutzpartei des Landes. Aus der Taufe gehoben wurde die Partei, um auf dem politischen Parkett künftig verstärkt auf die Themen Tierschutz und Tierrechte aufmerksam zu machen. Als Vorbild diente damals die holländische PvdD. „Im Endeffekt wollen wir erreichen, dass Tiere nicht länger als Sache und Eigentum von Menschen wahrgenommen werden, die missbraucht werden können und nur zum Gefallen der Menschen da wären”, so Gründungsmitglied Neslihan Demir in einem ihrer ersten Interviews mit der türkischen Nachrichtenseite „Bianet” (mehr hier).

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