Chance auf Frieden: PKK-Rückzug hat begonnen

BDP-Chef Selahattin Demirtaş hat gekündigt, dass sich die bewaffneten Kräfte der Terrororganisation PKK vom türkischen Territorium zurückziehen. Sie werden innerhalb der kommenden Monate vollständig abgezogen sein. Doch zu einer Entwaffnung ist es nicht gekommen.

„Der Rückzug der PKK hat begonnen“, zitiert die Today`s Zaman den kurdischen BDP-Vorsitzenden, Selahattin Demirtaş. Damit kommentierte Demirtaş den lang angekündigten Rückzug der PKK-Kämpfer in den Nordirak.

Etwa 2000 bewaffnete Mitglieder der kurdischen Terrororganisation sollen sich innerhalb von drei bis vier Monaten komplett vom türkischen Territorium in das Kandil-Gebirge zurückziehen. Dort werden sie in der Kommandozentrale der PKK auf 5000 weitere PKK-Kämpfer treffen. Zu einer Entwaffnung kommt es hingegen nicht. Ein Tag vor dem Rückzug, hatte der bewaffnete Arm der Terrororganisation PKK, Hêzên Parastina Gel (Volksverteidigungskräfte), in einer Mitteilung, neue Bedingungen gestellt (mehr hier).

Nach der Verkündung des Friedens zwischen der PKK und der türkischen Regierung sei in „Nordkurdistan“ (Südosten der Türkei) der Bau von Militärlagern forciert worden. Dies sei eine Provokation.

Die Bauvorhaben sollen eingestellt werden. Zudem verzögere der Einsatz von türkischen Aufklärungsdrohnen den Rückzug der bewaffneten Kräfte der PKK. Bewegungen von Truppenverbänden des türkischen Militärs seien nach wie vor vorhanden. Diese Umstände seien Hindernisse beim angekündigten Rückzug der PKK in den Nordirak, der für den 8. Mai angesetzt wurde. Erdoğan hat versprochen, dass der Rückzug von den Sicherheitskräften nicht behindert werde. Es werde nicht zu militärischen Eingriffen kommen.

Der 30 Jahre geführte Anti-Terror-Krieg der Türkei  kostete etwa 300 Milliarden Dollar. Eine Summe, die nicht wenige Investitionen des Landes auf der Strecke bleiben ließen (mehr hier).

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