Egemen Bağış: „NSU-Prozess bietet Chance für besseres deutsches Image“

EU-Minister Egemen Bağış meint, dass Deutschland den NSU-Prozess nutzen könne, um das Image des Landes in ein besseres Licht zu rücken. Die Türkei und Deutschland seien Verbündete und dieses Verhältnis müsse gepflegt werden. Doch die Situation der Deutsch-Türken könnte besser sein.

Der türkische Europaminister Egemen Bağış sieht im NSU-Prozess eine große Chance für Deutschland, sein internationales Image aufzubessern. Er sei persönlich erschüttert gewesen über die Leichtigkeit, mit der die NSU-Angeklagten am ersten Tag aufgetreten seien.

„In den türkischen Medien herrscht die Überzeugung, dass diese Leute von irgendwoher gestützt werden“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Bağış. Ihre „Mimik und Gestik“ beim ersten Verhandlungstag sei für viele ein Beweis für jenen Verdacht.

Die deutsch-türkischen Beziehungen seien für ihn sehr wichtig. In diesem Zusammenhang spiele nicht nur der NSU-Prozess eine Rolle, sondern auch die Situation der deutsch-türkischen Minderheit. Es mache keinen Sinn, die Menschen einem Assimilations-Zwang zu unterwerfen. Sowohl Deutschland, als auch die Türkei seien wichtig für die Deutsch-Türken.

„Die Anerkennung für die Leistungen dieser Menschen für Deutschland muss stattfinden“, so Bağış. An diesem Punkt erkenne er noch Defizite. Doch Deutschland und die Türkei seien nach wie vor zwei „verbündete Staaten“.

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