F-35 Jets: Türkei rechnet mit 12 Milliarden Dollar an Einnahmen

Die Türkei könnte durch ihre aktive Mitwirkung an der Entwicklung des neuen F-35 Lightning II-Jets, milliardenschwere Summen verdienen. Doch nur die USA haben einen umfassenden Einblick in die Technologie des neuen Jets. Ankara kann nur begrenzte Einblicke in das Programm vorweisen.

Der Vizepräsident des US-Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed Martin, Steve O’Bryan, sagt, dass die Türkei durch ihre Teilnahme am Joint Strike Fighter-Programm (Entwicklung von neuen F-35 Jets) 12 Milliarden US-Dollar verdienen werde. Ausschlaggebend seien die Mitwirkung türkischer Ingenieure und die Lieferung von Einzelteilen, die in der Türkei hergestellt werden.

Im Rahmen des Programms werden insgesamt 3100 Kampfjets des Typs F-35 Lightning II hergestellt werden. Die Türkei hat bisher 100 F-35A Jets, mit der Option auf weitere 16 Stück bestellt. Damit möchte sie ihren aktuellen Jet-Bestand – F-4 Phantoms und F-16 Falcons – auf den neuesten Stand bringen.

Am Joint Strike Fighter-Programm sind neben den USA und der Türkei auch Großbritannien, die Niederlande, Dänemark, Australien, Norwegen, Kanada, Israel, Singapur und Italien beteiligt.

Das Projekt ist je nach Mitwirkung und technologischer Einblicke, in sogenannte Partnerlevel unterteilt. Dabei verfügen die USA über die Hohheit über das Know-How. Danach kommt im Partnerlevel 1 Großbritannien. Im Level 2 sind Italien und die Niederlande.

Die Türkei und weitere vier Staaten sind im Level 3. Ganz unten in der Know-How und Mitwirkungs-Hierarchie stehen Israel und Singapur im Bereich „Security Cooperative Participants“ (SCP-Level).

Die Türkei ist seit 1999 Mitglied im Joint Strike Fighter-Programm. Die Gesamtkosten des Programms belaufen sich auch 396 Milliarden US-Dollar. Die hohen Kosten bereiten einigen Mitgliedsstaaten Kopfschmerzen. Kanada überlegt aus dem Projekt auszusteigen.

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