Explosionen in der Türkei: Kannte der Geheimdienst Details über Anschlagsplan?

Der türkische Geheimdienst (MIT) soll die Polizei und die Gendarmerie schon im Februar über die Anschlagspläne informiert haben. Sogar die Kennzeichen der Attentats-Fahrzeuge war bekannt. Doch die Warnung wurde von den Sicherheitskräften nicht beachtet.

In einem türkischen Geheimdienstbericht vom 23. April sollen die Sicherheitskräfte detailliert über Anschlagspläne in der Türkei informiert worden sein. Darin sei gesagt worden, dass drei Fahrzeuge in der syrischen Stadt Rakka mit Bomben beladen wurden und auf den Befehl zur Abfahrt in die Türkei warteten, berichtet die Hürriyet.

Die Autokennzeichen sollen der türkischen Polizei und der Gendarmerie ebenfalls übergeben worden sein. Die Grenzübergänge bei Şanlıurfa, Gaziantep und Hatay boten sich als Alternativen für die Fahrt in die Türkei an.

Nach den Autobombenattentaten vom 11. Mai stellte sich fest, dass zwei der zuvor vom Geheimdienst beschriebenen Fahrzeuge, an den Anschlägen beteiligt gewesen sein sollen. Zum aktuellen Aufenthaltsort des dritten Fahrzeugs gibt es derzeit keine Informationen. Die Suche laufe auf Hochtouren.

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