Türkei-Anschläge: AKP-Abgeordneter wirft CHP Nähe zu Assad vor

Der Erdoğan-Vertraute und AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar greift die Opposition scharf an. Sie habe die Anschläge von Reyhanlı zum Anlass genommen, die Außenpolitik der AKP zu sabotieren. Doch das sei auch das Ziel des Assad-Regimes.

Der Abgeordnete der türkischen Regierungspartei AKP und Journalist der Zeitung Stargazete, Şamil Tayyar, sagt, dass die CHP-Abgeordneten, Baschar al-Assad und Terroristen nach dem Mund reden würden. Assad habe mit diesem Anschlag den Sturz Erdoğans herbeiführen wollen. Für ihn stehe es außer Frage, dass das syrische Regime dahinterstecke.

Doch das eigentliche Ziel sei, eine Veränderung in der türkischen außenpolitischen Linie herbeizuführen. Dieser Kurs sei auch im Sinne der Opposition. „Kemal Kılıçdaroğlu nahm nach den Anschlägen die Haltung derjenigen ein, die hinter diesen Anschlägen stecken“, zitiert ihn das Nachrichtenportal Haber 7. Im vergangenen Jahr hatte Tayyar dem CHP-Abgeordneten Refik Eryılmaz Kollaboration mit dem syrischen Geheimdienst vorgeworfen.

Polizei geht Hinweisen nicht nach

Aus sicherheitspolitischer Perspektive treffe den türkischen Nachrichtendienst (MIT) keine Schuld. Der habe die Polizeibehörde von Reyhanlı rechtzeitig und detailliert über die Anschlagspläne informiert (mehr hier). Die Fahrzeuge seien mit Kennzeichen bekannt gewesen. Doch den Hinweisen sei die Polizei nicht nachgegangen.

Es mache keinen Sinn, den Nachrichtendienst ins schlechte Licht rücken zu wollen. „Der Nachrichtendienst sammelt und übermittelt Informationen. Mehr kann er nicht tun“, so Tayyar.  Ein repressiver oder präventiver Eingriff hätte – auf Basis dieser Informationen – von der Polizei erfolgen müssen. Das liege in ihrem Zuständigkeitsbereich.

Mehr zum Thema:

Nach Bombenanschlägen: Tausende Demonstranten fordern Erdoğans Rücktritt
Syrische Rebellen: „Assad ist besiegt, wir kämpfen gegen den Iran“
Syrien: Erdoğan fordert US-Militärschlag

 

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.