Steuerverluste: Türkischer Fiskus besorgt um Zigarettenschmuggel

Der Zigarettenschmuggel bereitet dem türkischen Staat Kopfschmerzen. Jährlich sind milliardenhohe Steuerverluste zu verzeichnen. Die meisten der illegalen Zigarettenpackungen werden regelmäßig im Südosten der Türkei sichergestellt und konfisziert.

Bendevi Palandöken, Vorsitzender der Konföderation der türkischen Handwerkskammern, sagt, dass der jährliche Steuerausfall durch den Schmuggel von Zigaretten mittlerweile die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze überschritten habe.

„Das Finanzministerium erzielt jährliche Steuereinnahmen durch Zigaretten in Höhe von 8,4 Milliarden Euro. Doch wenn der Schmuggel steigt, dann fallen die Einnahmen“, zitiert die Hürriyet Palandöken. Der Anteil an Schmuggel-Zigaretten am türkischen Markt liege mittlerweile bei 20 Prozent.

Die südöstlichen Provinzen der Türkei sind führend im Ranking der konfiszierten illegalen Zigaretten. Hier könne man die Städte Van, Adana, Şirnak, Istanbul, Mersin, Hakkari, Bingöl, Bitlis, Muş und Edirne aufzählen, berichtet die Zeitung Yeni Şafak.

Um gegen den nationalen und internationalen Schmuggel in der Türkei vorzugehen, wurde seitens der türkischen Bürger eine Initiative ins Leben gerufen, die sich „Hand in Hand für eine saubere Türkei“ („El Ele Temiz TÜRKIYE“) nennt.

Vergangene Woche ist es in Ankara zu einer Polizeirazzia gegen Zigarettenschmuggler gekommen. Es wurden 6000 Packungen Zigaretten und Zigarren sichergestellt. Die Schmuggelware soll über Syrien und dem Irak auf den türkischen Markt gelangt sein.

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