Angelina Jolie nach der Brust-Amputation: „Meine Kinder müssen keine Angst mehr haben“

Die Angst vor Brustkrebs saß ihr bedrohlich dicht im Nacken. Jetzt hat sich eine der schönsten Frauen der Welt zu einem radikalen Schritt entschlossen. Angelina Jolie ließ sich vorsorglich beide Brüste abnehmen. Getan hat sie es vor allem für ihre Kinder.

Diese sechs Kinder sollen ihre Mutter nicht verlieren, wie einst sie selbst. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich an diesem Dienstag die Nachricht von Angelina Jolies vollständiger Brust-Amputation. Das einzig Richtige, kommentieren die Einen den radikalen Präventiv-Eingriff. Erschüttert zeigen sich die Anderen, passt eine solch einschneidende Operation doch so gar nicht zum schönen Hollywood-Glanz.

Angelina Jolie dürften die Kommentare rund um ihren Entschluss völlig gleich sein. Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken lag in ihrem Fall bei fast 90 Prozent. Zu viel, befand die 37-jährige Schauspielerin, die ihre Geschichte nun in der „New York Times“ offen gelegt hat. Ihre Ärzte, so schreibt sie dort, hätten vermutetet, dass bei ihr das Risiko für Brustkrebs bei 87 Prozent und Eierstockkrebs bei 50 Prozent liege, auch wenn das Risiko von Frau zu Frau unterschiedlich sei. Für die UN-Sonderbotschafterin Gründe genug, aktiv zu werden und das Erkrankungsrisiko so weit wie möglich zu minimieren.

Mutter Marcheline Bertrand stirbt mit 56 Jahren

Gemeinsam mit ihrem Verlobten Brad Pitt hat der Hollywood-Star insgesamt sechs Kinder zwischen vier und elf Jahren. Das Schicksal, das sie selbst einst mit ihrer Mutter durchlebt hat, wollte sie ihnen ersparen: „Ich kann meinen Kindern jetzt sagen, dass sie keine Angst haben müssen, mich an den Brustkrebs zu verlieren“, untermauert die einstige Laura Croft-Darstellerin ihre Entscheidung.

Im Jahr 2007 hatte Jolie ihre Mutter, die Schauspielerin und Produzentin Marcheline Bertrand im Alter von gerade einmal 56 Jahren an die tückische Krankheit verloren. Mit dieser Erfahrung im Hinterkopf hat sich die junge Frau nun ab Anfang Februar einer insgesamt dreimonatigen Prozedur unterzogen, die sie am 27. April dieses Jahres mit einer Brust-Rekonstrution abgeschlossen hat.

Die Entscheidung, so schreibt sie, sei nicht einfach gewesen. Ihr Signal an die Frauen dieser Welt solle jedoch sein, dass sie mit diesem Schritt nun sehr glücklich sei. Das Risiko jetzt an Brustkrebs zu erkranken sei von 87 auf unter fünf Prozent gesunken.

Partner und Familie sind wichtige Unterstützung

Während dieser Zeit habe sie nicht nur weiter arbeiten können, sie sei, so schreibt die Daily Mail, auch sehr von Brad Pitt und den Kindern Maddox (11), Pax (9), Zahara (8), Shiloh (6) und den vierjährigen Zwillingen Knox und Vivienne unterstützt worden. Währenddessen hätte sie jedoch sichergestellt, dass die Kleinen nichts zu sehen bekämen, was ihnen Angst einjagen könnte. Für sie wären es nur kleine Narben, ansonsten sei Mami wie immer. Wie wichtig jedoch gerade die Partner in dieser schwierigen Phase sind, das gibt sie in ihrem Beitrag allen Männern an der Seite von betroffenen Frauen mit auf den Weg:  Sie seien ein wichtiger Teil des Prozesses. Auch Brad sei jede Minute im Pink Lotus Breast Center in Beverly Hills an ihrer Seite gewesen.

Für sie selbst habe sich, was ihr Frau-Sein angehe, übrigens wenig verändert. Weniger weiblich fühle sie sich jetzt nicht. Ganz im Gegenteil sei sie jetzt noch stärker als zuvor.

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