Mordpläne gegen Bartholomäus I.: Patriarch vertraut erst auf Gott, dann auf den Staat

Gerüchte um einen neuerlichen Mordkomplott gegen ihn können den griechisch-orthodoxen Ökumenischen Patriarch von Konstantinopel Bartholomäus I. offenbar nicht schrecken. Er vertraue „zuerst auf Gott, dann auf den Staat“, so der Geistliche.

Nachdem am vergangenen Wochenende ein neuer Mordkomplott, gegen Bartholomäus I. bekannt wurde, reagierte der Patriarch nun auf die Bestrebungen der türkischen Ermittlungsbehörden (mehr hier). Die Staatsanwaltschaft von Ankara hat kürzlich eine Untersuchung eingeleitet, da sie auf Grund eines anonymen Briefes in Sorge sei, dass der Geistliche am 29. Mai dieses Jahres, dem 560. Jahrestag der Eroberung der Hauptstadt des byzantinischen Reiches durch Fatih Sultan Mehmed im Jahre 1453, Ziel eines Attentats werden könnte.

Umfeld des Patriarchen vertraut auf Polizei

„Ich bin nicht in Sorge“, zitiert ihn nun die türkische Zeitung Hürriyet. „Ich werde zuerst durch Gott beschützt, dann durch den Staat“, lässt er in einer schriftlichen Erklärung verlauten. Wie Patriarchatssprecher Anagnostopulos Dositheos unterdessen verlauten ließ, könne man in der Tat beruhigt sein. Die Polizei, so versicherte er, habe alle notwendigen Maßnahmen ergriffen. Noch wisse man wenig Konkretes. Man fühle sich aber sicher.

Kurz nach Bekanntwerden des Mordkomplotts konnte die Polizei bereits einen Verdächtigen festnehmen. Darüber hinaus, so hieß es am Wochenende, fahnde die Polizei nach zwei weiteren Personen. Der Zuschlag soll im Bezirk Melikgazi erfolgt sein. Nach einer Befragung durch die Staatsanwaltschaft soll der Mann nun in Untersuchungshaft sitzen. Er bestreitet alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

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