Türkei schöpft Hoffnung: Rückgang bei Leistungsbilanz-Defizit

Das Leistungsbilanz-Defizit der Türkei stellt weiterhin ein Problem dar. Doch im Vergleich zum Vorjahresquartal ist es im ersten Quartal zurückgegangen. Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan sieht in der Erhöhung der Industrieproduktion die Lösung zur Bekämpfung des Defizits. Allerdings gab es im aktuellen Jahr - zwischen Februar und März - einen Rückgang bei der Produktion.

Das türkische Leistungsbilanz-Defizit ist im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahres-Quartal um 383 Millionen US-Dollar zurückgegangen. Damit liegt das aktuelle Defizit bei 15,917 Milliarden US-Dollar, berichtet die Türkische Zentralbank.

Doch das Handelsbilanz-Defizit erhöhte sich im selben Zeitraum um 246 Millionen US-Dollar und weist aktuell einen Stand in Höhe von 17,47 Milliarden US-Dollar auf.

Einnahmen aus dem Tourismus-Sektor erhöhten sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1,146 Milliarden US-Dollar auf 4,124 Milliarden US-Dollar. Wobei sich auch die Ausgaben um 361 Millionen US-Dollar auf 1,123 Milliarden US-Dollar erhöhten.

Die ausländischen Direktinvestitionen stiegen um 34 Millionen US-Dollar auf 912 Millionen US-Dollar.

Optimismus bei der Regierung

Der türkische Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan ist zuversichtlich. „Wir werden das Problem des Leistungsbilanz-Defizits auf mittelfristige – und langfristige Sicht durch Produktionssteigerung und Einsparungen lösen“, zitiert die Akşam den Wirtschaftsminister.

Doch das Türkische Statistikamt (TÜIK) berichtet, dass die Industrieproduktion in der Türkei im März 2013 im Vergleich zum Vormonat Februar um 0,9 Prozent zurückgegangen sei (mehr hier).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnte im März ein prozentualer Anstieg der Industrieproduktion in Höhe von 1,4 verzeichnet werden. Noch 2012 berichtete TÜIK, dass die Industrieproduktion über das ganze Jahr um 2,3% gestiegen sei. 2011 verzeichnete sie einen enormen Anstieg von 9,2 Prozent.

Der Anteil der Industrie an der türkischen Wirtschaft beträgt 28,1 Prozent. Auf die Agrarwirtschaft fallen 8,9 Prozent und auf den Dienstleistungssektor 63 Prozent. Das geht aus den Daten des CIA World Factbook hervor.

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