Assad-Vertrauter: „Die Türkei ist viel zu schwach, um eingreifen zu können“

Syriens Vizepremier Qadri Dschamil sagt: Die Drohungen der AKP-Regierung gegen Syrien sind heiße Luft. Ankara will nur die Moral der Rebellen stärken. Die Türkei sei eine sozial- und ethnisch gespaltene Gesellschaft. Schon bald könnte ein Bürgerkrieg ausbrechen.

Qadri Dschamil, stellvertretender syrischer Ministerpräsident für Wirtschaftsangelegenheiten und Vorsitzender der Partei des Volkswillens, sagt, dass die Drohungen der Türkei gegen Syrien nur dem Zweck dienen, die Moral der syrischen Rebellen aufrecht zu erhalten.

Die Türkei sei nicht im Stande Syrien anzugreifen, da das Land politisch und sozial gespalten sei. „Schon bald könnten auch in der Türkei soziale und ethnische Spannungen zum Ausbruch kommen und das Land in einen Bürgerkrieg stürzen“, zitiert die Hürriyet den Assad-Vertrauten.

Auch der Vorsitzende des Ausschusses der iranischen Vollversammlung für Außenpolitik und nationale Sicherheit, Aladdin Burucerdi, hat keine versöhnlichen Worte an die türkische Regierung.

„Wenn die syrische Politik gegen die bewaffnete Opposition falsch ist, dann ist es auch falsch, dass Ankara PKK-Mitglieder durch Luftschläge tötet“, so Burucerdi. Ankaras Unterstützung für „unschuldige Menschen tötende Terroristen“, sei eine „Schande“. Die Türkei müsse mit dem Iran zusammenarbeiten, um den Frieden in der Region zu sichern.

Zeitgleich zu Burucerdis Aussagen, haben die iranischen Nachrichtenagenturen Fars und IRNA ihr türkischsprachiges Nachrichten-Angebot komplett gestoppt.

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