Treffen in Istanbul: Iran will Atomgespräche aufnehmen

Der Iran ist offen für weitere Verhandlungen zu seinem Atomprogramm. Doch Irans Chefunterhändler Said Dschalil sagt, dass die Dialogbereitschaft Teherans seine Grenzen habe. Denn die Urananreicherung seines Landes sei legitim.

Der Iran sprach sich bei den jüngsten Verhandlungen in Istanbul für die Fortführung der Gespräche zum iranischen Atomprogramm aus.  Der iranische Chefunterhändler Said Dschalil sagt, dass die Zusammenkunft zwischen ihm und der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, konstruktiv verlaufen sei.

„Wir sind bereit die Gespräche mit den sechs Mächten weiterzuführen, sobald sie bereit sind“, zitiert die Today`s Zaman den iranischen Politiker. Said Dschalil ist Präsidentschaftskandidat für die Iran-Wahlen im Juni 2013.

Doch auch er ist ein vehementer Verfechter des iranischen Atomprogramms. Ein Stopp des Programms – so Dschalil – werde es nicht geben. Ein Verzicht auf die Urananreicherung komme für Teheran nicht in Frage.

Im vergangenen März, drohte der Atomstreit mit dem Iran zu eskalieren. Abgestimmte Razzien zwischen der Türkei und Deutschland führten zur Festnahme von sieben mutmaßlichen Nuklear-Schmugglern in beiden Ländern. Bei den Beschuldigten handelte es sich um Iraner. Ein verdächtiges iranisches Ehepaar konnte sich per Flucht vor dem Zugriff der türkischen Polizei retten (mehr hier).

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