Nach Rassismus-Attacke gegen Drogba: Galatasaray-Boss spielt Vorfall herunter

Fenerbahçe-Fans hatten vergangene Woche den Galatasaray-Spieler Didier Drogba rassistisch beleidigt. Nun versucht der Präsident von Galatasaray, die Wogen zu glätten. Rassismus sei dem türkischen Volk fremd. Das sei ein Einzelfall gewesen. Doch einige Leute nutzen die Situation, um auf die Türkei einzuschlagen.

Der Präsident des türkischen Top-Vereins Galatasaray Istanbul, Ünal Aysal, sagt, dass die rassistische Anfeindung gegen den Galatasaray-Spieler Didier Drogba durch Fenerbahçe-Fans ein „Unfall“ gewesen sei.

„Rassismus ist keine Sache, die in unser Land gehört“, zitiert ihn die Hürriyet. Die Probleme der Türkei seien jedem bekannt. Doch Rassismus gehöre nicht dazu. Derartiges habe es in der türkischen Kultur niemals gegeben. Einige nutzen die Gelegenheit, um die Türkei mit Rassismus-Vorwürfen zu „beflecken“.

Nach dem Rassismus-Vorfall gegen Drogba, schrieb der Top-Spieler von der Elfenbeinküste an die Fenerbahçe-Fans per Facebook:

„Du nennst mich einen Affen, aber du hast geweint, als Chelsea 2008 Fenerbahçe besiegt hat. Du nanntest mich einen Affen, aber du bist vor dem Fernseher rumgehüpft, als ich die Champions League gewonnen habe. Du nanntest mich einen Affen, aber du wurdest wahnsinnig, als ich mit Galatasaray Meister wurde, und das Traurigste ist, du nanntest mich einen Affen und hattest vergessen, dass du für meinen ‚Affenbruder‘ aufgesprungen bist, als er zwei Tore geschossen hat“.

Drogba fügte hinzu, dass er die Türkei und seine Menschen liebe. Das türkische Volk habe ihm ebenfalls immer Liebe entgegengebracht. Er versuche die Türkei immer und überall, gut zu repräsentieren. Dumme Menschen gebe es überall.

Die beiden Fenerbahçe-Fans, denen Rassismus vorgeworfen wird, äußerten sich im Rahmen einer Pressekonferenz. „Zu dem Zeitpunkt, als ich die Banane in die Luft hielt, waren die Teams beider Mannschaften gar nicht auf dem Spielfeld. Unser Protest galt den Galatasaray-Fans und dem Torwart Muslera“, so einer der Fans. Beide fügten hinzu, dass sie nicht gewusst haben wollen, dass das Hochhalten einer Banane, eine rassistische Geste sei:

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