Türkei: Hauptverdächtiger von Reyhanlı-Anschlag gefasst

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Reyhanlı-Anschlag festgenommenen steigt. Die Wut der Einheimischen richtet sich zwar vor allem gegen syrische Flüchtlinge, bei den Verdächtigen handelt es sich allerdings nur um Türken. Zudem werden weitere Anschläge befüchtet.

Türkische Behörden haben angeblich den Hauptverdächtigen des Reyhanlı-Anschlags gefasst, verkündete nun der Gouverneur von Hatay, Celalettin Lekesiz. Der gefasste Verdächtige M.G. ist im Süden Hatays gemeldet, unweit von Reyhanlı.

Auch die restlichen Verdächtigen in dem Fall seien allesamt türkische Staatsbürger, so Lekesiz. Syrische Verdächtige gäbe es nicht. Bisher wurden 17 Personen gefasst, die etwas mit dem Anschlag, bei dem 51 Menschen ums Leben kamen (hier), zu tun gehabt haben sollen. Dabei hatte sich die Wut der Einheimischen kurz nach den Ereignissen besonders gegen syrische Flüchtlinge gerichtet. Einige von ihnen verließen aus Angst die Stadt (mehr hier).

Währenddessen meldet sich sowohl in der türkischen als auch in der ausländischen Presse ein Mann, der behauptet, der Türke Mihrac Ural zu sein, ein Vertrauter Assads. Er beteuert zwar nichts mit dem Anschlag zu tun zu haben. Dem Radio SBS erklärte er allerdings, auf den Reyhanlı-Anschlag würden noch weitere Anschläge folgen, sollte die Außenpolitik der Türkei sich nicht ändern.

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