Schweiz: Migranten häufiger unter Qualifikation beschäftigt

Für ihre Beschäftigung sind viele Migranten in der Schweiz eigentlich überqualifiziert, wie der aktuelle Integrationsmonitor zeigt. Dabei weisen die Bevölkerungsgruppen mit und ohne Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt keine großen Unterschiede auf.

Migranten werde auch in der Schweiz oft unter ihrer eigentlichen Qualifikation eingestellt. Das zeigt das aktuelle Integrationsmonitoring des Bundesamts für Statistik (BFS). Vor allem die erste Generation ist davon betroffen. Bei der Armutsquote der Erwerbstätigen zeigten sich zudem keine signifikanten Unterschiede.

16,6 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund haben im vergangenen Jahr einen Beruf ausgeübt, für den sie eigentlich überqualifiziert sind, wie die aktuellen Zahlen des BFS zeigen. Mit 41,8 Prozent liegt diese Quote bei Arbetnehmern aus Nicht-EU- und Nicht-EFTA-Staaten. Zum Vergleich: Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund liegt diese Quote bei 9,6 Prozent.

Außerdem zeigte sich, dass die Verteilung in Berufsgruppen nicht stark von jeneer der Gruppe ohne Migrationshintergrund unterscheidet. Lediglich in der ersten Generation der Migranten ist die Zahl der Hilfskräfte dreimal höher (9,6 Prozent) als die der anderen Gruppen.

Einen Vorteil haben die Migranten in Sachen Sprachkenntnisse. Aus den Zahlen des BFS geht hervor, dass 27 Prozent der zweiten Generation zwei, und 6,3 Prozent sogar drei Landessprachen verwenden. Bei der schweizer Bevölkerung ohne Migrationshintergrund sind das nur 1,9 Prozent.

Auch in Deutschland ist die Beschäftigung nach Qualifikation schon lange ein Problem. Um zumindest ausländische Abschlüsse besser anzuerkennen, gibt es seit 2012 das Anerkennungsgesetz (hier).

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