Drama über den Wolken: Ballonabsturz in der Türkei kostet zwei Menschenleben

In der türkischen Touristenregion Kappadokien hat sich an diesem Montag ein Heißluftballon-Unglück ereignet. Dabei kamen zwei brasilianische Touristinnen ums Leben, 23 weitere Urlauber wurden verletzt.

Erst Ende Februar dieses Jahres hat sich ein Heißluftballon-Unglück im ägyptischen Luxor ereignet. Neunzehn Touristen waren danals ums Leben gekommen (mehr hier). Jetzt wird auch die beliebte Ferienregion Kappadokien von einem verheerenden Unfall überschattet. Beim Absturz eines Ballons nahe der Ortschaft Ürgüp sind an diesem Montag zwei Brasilianerinnen getötet und 23 weitere Türkei-Touristen verletzt worden. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Opfer waren 71 und 65 Jahre alt

Über den schroffen Felsenlandschaften der Gegend war der Unglücksballon gegen sechs Uhr am Morgen mit dem Korb eines zweiten Ballons zusammengeprallt. Dabei wurde seine Hülle aufgerissen und das Fluggerät, in dem sich auch Gäste aus Spanien, Brasilien und Argentinien befanden, stürzte gut 300 Meter zu Boden. Für die 71-jährige Maria Luiza Gomes und die 65-jährige Mariua Rosas kam jede Hilfe zu spät. Erstere verstarb noch an der Unfallstelle, ihre jüngere Begleiterin erlag später in einem Krankenhaus im nahegelegenen Nevşehir ihren Verletzungen. Die meisten anderen Touristen kamen mit Knochenbrüchen davon.

Anders als in Ägypten vor wenigen Wochen soll der Ballonverkehr in dieser Region nun nicht eingestellt werden. Wie der Bürgermeister von Nevşehir, Hasan Ünver, verlauten ließ, hätte das Unglück keine Auswirkungen auf das touristische Angebot. Bereits am Dienstag solle der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Luftfahrtbehörde untersucht Unglück in Kappadokien

Was letztlich zu dem Unglück inmitten des Unesco-Weltkulturerbe (mehr hier) geführt hat, ist unklar. Im Gespräch mit TGRT versicherte Ünver jedoch, dass im Vorfeld alle erforderlichen Checks durchgeführt worden seien. Die türkische Luftfahrtbehörde ordnete bereits eine Untersuchung des Vorfalls an. Bereits vor rund vier Jahren gab es in der Region ein ähnliches Unglück. Beim Zusammenstoß zweier Ballons war ein Brite gestorben.

Wie später bekannt wurde, forderte der Absturz in der Türkei ein drittes Opfer. Ein 76-jähriger Brasilianer verstarb im Krankenhaus.

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