Mord an Fenerbahçe-Fan: Staatsanwaltschaft fordert lebenslänglich

Für den Mord an einem 19-jährigen Fußballfan vor einigen Tagen fordert die Istanbuler Staatsanwaltschaft nun eine lebenslange Haftstrafe.Knapp eine Woche nach der Tat wurde eine vorbereitete Anklage an das zuständige Gericht überstellt. Bereits zwei Tage nach dem Vorfall hatte die Polizei einen fast gleichaltrigen Verdächtigen festgenommen.

Wie die türkische Presse am späten Montagabend berichtete, hatte die Istanbuler Staatsanwaltschaft die Anklage abgeschlossen. Nun fordert sie eine lebenslange Haftstrafe für Yusuf Ortak, den sie wegen vorsätzlichen Mordes anklagen will. Der Verhaftete soll den Fenerbahçe-Fan Burak Yıldırım am 12. Mai an einer Bushaltestelle im Distrikt Edirnekapı erstochen haben (mehr hier). Nun soll bereits in wenigen Tagen der Prozess gegen ihn beginnen.

Der Mord hat für großes öffentliches Aufsehen gesorgt. In den Folgetagen löste er eine Debatte in den Medien über die Spannungen, die in der Regel vor und nach den Spielen zwischen Galatasaray und Fenerbahçe, zwei Giganten des türkischen Fußballs, sehr hoch sind, aus. Zudem führte der Mord auf schockierende Weise vor Augen, wie tief verwurzelt Hooliganismus in im türkischen Fußballs tatsächlich ist (mehr hier).

Experten und Soziologen haben die Offiziellen aus beiden Vereinen mittlerweile dazu aufgerufen, eine aktivere Rolle zu spielen, um so die Spannungen zu reduzieren. Erreichen sollen sie das durch einen verantwortungsvolleren Diskurs und öffentliche Äußerungen im Vorfeld der Derbys.

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