Eurovision-Verschwörung: Hat Aserbaidschan Stimmen gekauft?

Im Internet kursiert ein Video, das angeblich zeigen soll, wie Stimmen für den Eurovision-Beitrag „Hold Me“ aus Aserbaidschan gekauft wurden. Für Eurovision-Kritiker, die ohnehin an dem Song-Contest zweifeln, ein gefundenes Fressen. Doch die Echtheit des Videos ist nicht bewiesen.

Aserbaidschan ist beim Eurovision Song Contest am vergangenen Samstag auf dem zweiten Platz gelandet. Überraschend ist das eigentlich nicht, denn das Land konnte sich bisher immer mindestens in den Top Ten platzieren. 2011 gewann Aserbaidschan sogar den Wettbewerb.

Nun wird im Internet behauptet, dass gute Ergebnis sei nicht mit rechten Dingen zustande gekommen. Auf der Webseite 12points.tv ist ein Video zu sehen, in dem sich mehrere Männer und eine Frau in einem Resataurant unterhalten. Diese werden offenbar vom Nebentisch aus heimlich gefilmt. Aus dem Transkript des Gesprächs gehe hervor, dass angeblich Stimmen für den aserbaidschanischen Eurovision-Song in 15 Ländern gekauft worden seien. Doch es könnte sich auch um eine Schmutzkampagne handeln, wie einige vermuten.

Videoquelle ist die litausche Gratiszeitung 14minutes.lt. Nach Angaben des Berichts soll das Ganze in einem Restaurant in Vilnius, der Hauptstadt Litauens, aufgenommen worden sein. Dem Transkript zufolge soll einer der Männer erklären, dass Gruppen von zehn Personen mit Handys oder SIM-Karten ausgestattet werden sollten. Diese sollen „mindestens einen Kilometer voneinander entfernt sein“, damit das Voting nicht blockiert werde.

Außerdem werde ein Beobachter während der Votings anwesend sein, weil dafür schließlich „Geld bezahlt werde“. Er erwähnt zudem, dass dies nicht zum ersten Mal gemacht werde. Jede dieser Gruppen erhalte anschließend 200 Euro, die sie untereinander aufteilen könne.

Die Echtheit des Videos wurde allerdings noch nicht geprüft. Zudem hat Aserbaidschan zwar den zweiten Platz gemacht, den ersten machte allerdings Dänemark (mehr hier).

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