Tod nach gepanschtem Alkohol: Vier Türken zu 80 Jahren Haft verurteilt

Für fünf russische Touristen, denen der leichtfertig gepanschte Alkohol das Leben kostete, müssen die Schuldigen jeweils mehr als 80 Jahre hinter Gittern. Auch schärfere Kontrollen halten die Kriminellen in der Türkei offenbar nicht davon ab, mit dem Leben der Menschen zu spielen.

Ein Gericht in der türkischen Provinz Muğla verurteilte jeden der vier Angeklagten zu 16 Jahren Haft für jeden der fünf russischen Touristen, die durch den gepanschten Alkohol der Täter ums Leben kamen. Hinzu kommen jeweils sieben Monate Haft für die anderen Touristen, die ebenfalls auf der betreffenden Yacht vergiftet wurden, aber überlebten. Das erklärte der Anwalt der Geschädigten, Ruhittin Kader, der Hürriyet. Damit fällt auf jeden der vier vom Gericht schuldig gesprochenen Personen mehr als 80 Jahre Haft. Drei andere Personen, darunter der Besitzer der Yacht sowie zwei andere Mitglieder der Crew, wurden zu sieben jahren Haft verurteilt.

2011 wurden mehr als 60 Personen, die an einem Bootstrip teilgenommen hatten, mit Symptomen einer schweren Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Nacheinander starben insgesamt fünf Personen: Maria Shalyapina, 28, Auilia Zalyaeva, 22, Alexandr Zhuchkov, 24, Marina Sheveleva, 22, und Viktoria Nikoloeva, 22 (hier). Der Vorfall führte in der Türkei endlich zu schärferen Kontrollen (hier).

Es ist nicht das erste Mal, dass gepanschter Alkohol in der Türkei zu Todesopfern führt. 2009 starben drei deutsche Berufsschüler. Die Schuldigen wurden beide zu lebenslanger Haft verurteilt (mehr hier).

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