Terror-Akt in London: Muslime verurteilen Bluttat

Nach dem blutrünstigen Mord an dem britischen Soldaten solidarisieren sich auch Muslime mit dem Opfer und den Hinterbliebenen. Doch gleichzeitig befürchten sie anti-muslimische Attacken. In der vergangenen Nacht gingen bereits über 100 Rechtsextremisten auf die Straße.

Der Mord an einem britischen Soldaten im Londoner Viertel Woolwich hat in Großbritannien auch unter Muslimen für große Bestürzung gesorgt. Jener „barbarische Akt“ sei nicht durch den Islam zu legitimieren, so der „Muslim Council of Britain“ (MCB) Ihre „Gedanken“ seien mit dem Opfer und seinen Angehörigen. Muslime dienen – so der MCB – voller Stolz und Ehre in der britischen Armee. Nick Raynsford, Abgeordneter für die Stadtteile Greenwich und Woolwich ist besonders darüber erfreut, dass alle großen muslimischen Organisationen sowie muslimische Persönlichkeiten die Tat in den vergangenen 24 Stunden „unmissverständlich verurteilt“ haben. „Das ist eine Perversion des Islam. das ist nicht der wahr Islam“, erklärte er.

Auch auf Twitter solidarisieren sich Muslime mit dem Opfer und seiner Familie. Sabbiyah Pervez twitterte, dass die Täter Barbaren seien. Sie sei es leid, sich immer rechtfertigen zu müssen. Jenan Moussa twitterte, dass Menschen, die im Namen Gottes andere Menschen töten nicht zu „ihrem“ Islam gehören. „Ich bin außer mir vor Wut. Was gibt diesen Menschen das Recht, den Islam in Misskredit zu bringen?“, schreibt Fatma Yagmur.

Doch die Worte der britischen Muslime bleiben insbesondere bei Mitgliedern der rechtsradikalen „English Defence League“ (EDL) ungehört. In der vergangenen Nacht ist es bei anti-muslimischen Protesten zu Zusammenstößen zwischen mehr als 100 EDL-Anhängern und der britischen Polizei gekommen, berichtet die Dailymail. Teilweise gab es islamfeindliche Attacken gegen Moschee-Einrichtungen (Gillingham- und Braintree Moscheen). Zwei Verdächtige wurden verhaftet. Es blieb allerdings bisher bei Sachbeschädigungen.

Einer der Täter ließ sich nach der blutigen Tat aufnehmen und bestätigte selbst, dass es sich um ein islamistisches Motiv handelte. „Wir schwören bei Allah, dem Allmächtigen, dass wir nie aufhören werden, euch zu bekämpfen. Wir haben dies nur aus dem einzigen Grund getan, dass jeden Tag Muslime sterben. Dieser britische Soldat ist Auge um Auge, Zahn um Zahn“, erklärte er noch während er das blutverschmierte Fleischermesser in der Hand hielt.

Bilder der vergangenen Nacht:

Mehr zum Thema:

„Bitte sei kein Moslem“: Katastrophe von Boston lässt weltweite Ängste hochkochen
EU-Minister Bağıs: Der Islam ist europäische Realität
Islamismus: US-Denkfabrik warnt vor Dschihad-Gefahr in Europa

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.