Schweden: Zwei Schulen und eine Polizeiwache angezündet

In der fünften Nacht der Ausschreitungen sind in Schweden eine Schule, eine Ausbildungsstätte für Krankenpfleger und auch eine Polizeiwache in Brand gesteckt worden. Teilweise kam es auch zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Randalierern.

Die Krawalle in Schweden weiten sich aus. Stockholm und Malmö sind mittlerweile von den Unruhen betroffen. In der Nacht zum Freitag wurden in Stockholm neben Autos auch zwei Schulen und eine Polizeiwache angezündet.

Über neun Autos wurden in der vergangenen Nacht in Brand gesetzt. Als die Polizei im Bezirk Soedertaelje die randalierenden Jugendlichen am Anzünden weiterer Autos hindern wollte, wurden die Polizisten sogar mit Steinen beworfen. Eine der abgebrannten Schulen befindet sich im Vorort Tensta. Die andere, eine Schule für Krankenpfleger, steht in Kista. Die schwedische Zeitung Expressen spricht von mehreren hundert Randalierern, die in der Nacht zum Freitag unterwegs waren. Im Vorort Sollentuna griff das Feuer eines brennenden Autos auf ein sogar Einkaufzentrum über, bevor die Polizei es löschen konnte, berichtet Aftonbladet.

Am Sonntag hatten die Ausschreitungen im Vorort Husby begonnen. Überwiegend Jugendliche mit Migrationshintergrund werden dafür verantwortlich gemacht. Grund sei die Ungleichbehandlung und die hohe Arbeitslosigkeit unter den Migranten. Durch die Ereignisse wurde die Debatte über die Einwanderungspolitik in Schweden neu entflammt (hier).

In London und Paris gab es in der Vergangenheit ähnliche Ausschreitungen. Die amerikanische Denkfabrik Stratfor rechnet daher mit einem Übergreifen der Ereignisse auch auf andere europäische Länder (mehr hier).

Mehr auf DWN.

Mehr zum Thema:

„Shadow CIA“: Unruhen in Schweden sind ein schlechtes Omen für Europa
Zu hohe Arbeitslosigkeit: Schweden will Einwanderung drosseln
Schweden: Einwanderungs-Politik sorgt für schwere Unruhen

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.