Ethnischer Konflikt in Schweden: Unruhen greifen auf Linköping und Örebro über

Die ethnisch-sozialen Unruhen in den Migrantenvierteln Stockholms greifen um sich. Nun sind auch die Städte Linköping und Örebro Schauplätze für Ausschreitungen geworden. Doch die Stockholmer Polizei meint, sie habe alles unter Kontrolle.

In Schweden ist es erstmals auch zu Unruhen außerhalb der Hauptstadt Stockholm gekommen. In der siebtgrößten Gemeinde Schwedens Linköping fanden Zusammenstöße zwischen der Polizei und Jugendlichen statt.

Die Randalierer sollen auch Brandanschläge gegen ein Kindergarten und eine Schule verübt haben, berichtet Sky News. Zwischen Stockholm und Linköping liegen 286 km. Auch in Örebro (160 km von Stockholm) wurden Ausschreitungen verzeichnet. Dort sollen 25 maskierte Männer eine Schule und zahlreiche Autos angezündet haben. Zudem sollen sie versucht haben, eine Polizei-Station abzufackeln.

Bürgerwehren in Stockholm

Im Großgebiet Stockholm waren hingegen neben jungen Einwanderern auch private Patrouillen aktiv. In Stockholm sah sich die Polizei gezwungen, rund 60 in 30 Autos herumfahrende Privat-Kontrolleure zu überwachen, von denen die Polizei sagt, es handle sich um „Rechtsextremisten“. Im Vorort Tumba stoppten die Beamten eine Privatpatrouille, die Menschen auf der Straße verfolgt haben soll. Etwa 30 Verdächtige wurden bisher festgenommen.

Widersprüchliche Aussagen

Auf Nachfrage der DTN, wie denn die aktuelle Lage in Stockholm sei, antwortete ein Sprecher der Stockholmer Polizei, dass „alles unter Kontrolle ist und das Leben seinen gewohnten Gang geht“.

Auf eine weitere Anfrage der DTN, ob die aktuellen Unruhen in Linköping und Örebro außer Kontrolle geraten seien und weitere Städte erfassen könnten, antwortete ein Sprecher des schwedischen Nachrichtendienstes „Säkerhetspolisen“, dass er im Moment nicht die Befugnis habe, jedwede Kommentare abzugeben.

Die Medienabteilung der „Säkerhetspolisen“ werde in der kommenden Woche eine Stellungnahme dazu abgeben können. „Die Lage ist sehr ernst. Deshalb bitte ich um Verständnis“, so der Sprecher.

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