An der „Todeswand“ von Auschwitz: Imame beten gegen Antisemitismus

Muslimische Führer aus aller Welt haben das Konzentrationslager Auschwitz besucht. Um ein Zeichen gegen Judenhass und Islamophobie zu setzen, verrichteten sie ein gemeinsames Gebet vor der „Todeswand“.

Imame aus der Türkei, Jordanien, Indien, Indonesien, Bosnien, Palästina, den USA und Saudi Arabien haben bei ihrem Auschwitz-Besuch vor der „Todeswand“ gemeinsam gen Mekka gebetet. Damit wollten sie ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen. „Genug ist genug. Ich rufe in Gottes Namen zur Beendigung des Antisemitismus, der Islamophobie und des Sexismus auf. Das gilt sowohl für Europa als auch für die islamische Welt“, zitiert die AFP den Vorsitzenden der US-amerikanischen islamischen Gesellschaft, Imam Mohammed Madschid.

Es sei unbeschreiblich gewesen, was er gesehen habe. Die im Dritten Reich vorgefallenen Schrecken seien nicht in Worte zu fassen. Der polnische Oberrabbiner Michael Schudrich ludt die muslimischen Geitslichen im Anschluß zu einem Bankett ein. „Wenn wir wollen, dass die Welt den Horror des Holocaust gedenken, sodass Genozide weder an Juden noch an sonst jemandem jemals wieder verübt werden, dann haben wir die Verpflichtung, den regionalen Führungspersönlichkeiten verständlich zu machen, was passiert ist“, erklärte Schudrich zuvor der Nachrichtenagentur AFP. Die Zivilisation dürfe nicht noch einmal scheitern (mehr hier).

Am 11. November 1941 wurden die ersten 151 Häftlinge an der „Todeswand“ erschossen. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurden dann weitere tausende Todesurteile vollstreckt. Unter ihnen befanden sich neben Juden auch polnische Zivilisten und Widerstandskämpfer.

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