Neuer Schlag für Angelina Jolie: Jetzt ist ihre Tante an Brustkrebs gestorben

Mit ihrer Brustamputation will Angelina Jolie ihren sechs Kindern viel Leid ersparen. Ihre Tante hat das nicht mehr geschafft. Debbie Martin ist am vergangenen Wochenende dem Brustkrebs erlegen. Sechs Jahre, nachdem dieses Schicksal bereits ihre eigene Mutter ereilt hat.

Monatelang ist Hollywood-Star Angelina Jolie durch ein Martyrium gegangen. Aus Angst vor dem Krebs hat sich die sechsfache Mutter beide Brüste abnehmen lassen. Ihre Kinder, so die 37-Jährige, sollten sich nicht fürchten, sie an diese tückische Krankheit zu verlieren. Jetzt, nur zwei Wochen nach ihrem bewegenden Beitrag in der „New York Times“ muss die schöne Schauspielerin genau das durchleben. Erst 2007 hatte Jolie ihre Mutter, die Schauspielerin und Produzentin Marcheline Bertrand verloren. Am vergangenen Sonntag verstarb nun auch ihre Tante Debbie Martin.

Lebenserhaltende Maschinen abgestellt

Wie die Entertainment-Website E! berichtet, habe der Onkel der Oscar-Gewinnerin, Ron Martin, bekannt gegeben, dass seine Frau, übrigens die jüngere Schwester von Bertrand, am frühen Sonntagnachmittag im Krankenhaus Palomar in Escondido, Kalifornien, verstorben sei. Auch sie litt seit mehreren Jahren an Brustkrebs. Die erste Diagnose soll sie bereits 2004 erhalten haben. Am Samstag sei die 61-Jährige dann in ein künstliches Koma versetzt worden. Tags darauf gab es dann wohl keine Hoffnung mehr. Gerüchte, dass die lebenserhaltenden Maschinen abgestellt worden seien, kursierten in den Medien.

Angelina Jolie soll die ganze Woche in Kontakt mit der Familie gestanden haben. Auch ihr Bruder Jamie habe den Martins zur Seite gestanden. „Wir haben Angelina einige Male getroffen, nachdem Debbie die Brustkrebsdiagnose bekommen hatte, und Debbie und ich waren beide sehr stolz auf ihre Entscheidung, sich der doppelten Mastektomie zu unterziehen und alles ihr Mögliche zu tun, um ihrer Familie das zu ersparen, was wir durchgemacht haben“, so der Witwer weiter.

Vorwurf: Jolie soll öffentliche Meinung beeinflussen

Mit ihrem Beitrag am 14. Mai dieses Jahres erregte Jolie weltweite Aufmerksamkeit (mehr hier). Frauen und Männer, aber auch zahlreiche Prominente feierten ihren radikalen Schritt, aber auch ihr öffentliches Geständnis als heroischen Akt, der Betroffenen auf der ganzen Welt Mut und Stütze sei. Doch die UN-Sonderbotschafterin musste auch scharfe Kritik einstecken. Ihr wurde vorgeworfen, der Industrie in die Hände zu spielen und so künftige Milliardenprofite zu sichern. Immerhin: Die Tests auf das so genannte BRCA1-Gen sind patentiert und bringen einem Unternehmen namens Myriad Genetics Gewinne in schwindelerregenden Höhen ein. Pro Person und Test werden leicht zwischen 3000 und 4000 Dollar fällig. Der Clou, so berichtet das Portal recent.com: „Nur wenn der oberste Gerichtshof die Rechtmäßigkeit der Patentierung des Gens ausfrechterhält, fließen die Profite weiter.“

Mit ihrem Geständnis soll Jolie nun also kräftig die Werbetrommel gerührt haben. Der Aktienkurs von Myriad Genetics (MYGN) sei nach ihrem Beitrag auf den höchsten Wert in 52 Wochen gestiegen. Weitreichender jedoch: Damit habe sie die öffentliche Meinung und so auch eine kommende Entscheidung des obersten Gerichtshofes beeinflusst.

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