Nazmiye Demirel: Einstige First Lady der Türkei stirbt mit 86 Jahren

Nazmiye Demirel, die Ehefrau des ehemaligen türkischen Präsidenten Süleyman Demirel, ist im Alter von 86 gestorben. Die einstige First Lady der Türkei verschied am vergangenen Montagabend im Başkent Krankenhaus in Ankara.

Trauer in der Türkei:  Am Abend des 27. Mai hat das Land seine ehemalige First Lady verloren. Nazmiye Demirel verstarb in der türkischen Hauptstadt Ankara. Über die näheren Umstände ist bisher nichts bekannt. Die Frau des ehemaligen Präsidenten Süleyman Demirel litt jedoch bereits seit 2005 an Alzheimer. In den vergangenen Jahren hatte sich ihr Gesundheitszustand zusehends verschlechtert. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Seit dem 12. März 1948 war Nazmiye Demirel mit Süleyman Demirel verheiratet. In diesen 65 Jahren ging sie mit ihm durch viele Höhen und Tiefen. So erlebte die 86-Jährige nicht nur die Jahre als Präsidentengattin, sondern auch die Zeit im Exil.

Nazmiye Demirel: First Lady bis ins Jahr 2000

Nach dem Staatsstreich am 12. September 1980 beschlossen die Militärs Nazmiye Demirel und ihr Ehemann, der zu jener Zeit bereits der jüngste Premierminister der Türkei war, nach Hamzakoy, in der westtürkischen Provinz Çanakkale, zu schicken und belegte ihn mit einem Verbot, sich politisch zu betätigen.

Beirren ließ sich das Paar nicht: Mit der Wahl von Süleyman Demirel, übrigens Träger der Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, zum neunten türkischen Präsidenten fiel ihr schließlich der Titel der First Lady zu. Diesen trug sie vom 16. Mai 1993 bis ins Jahr 2000.

Mehr zum Thema:

Bettina Wulff „Jenseits des Protokolls”: „Die Güls sind echte Freunde”
First Lady Hayrunisa Gül: So waren ihre ersten Tage im Çankaya Palast
Am Rande des NATO-Gipfels: Türkische First Lady mit Michelle Obama unterwegs

 

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.