Weltbank: Niedriger Ausbildungsstand bremst türkisches Wachstum

Nicht nur Deutschland ist betroffen vom akuten Fachkräftemangel. Auch die Türkei braucht dringend qualifizierte Arbeitskräfte, um so sein Wachstum aufrecht zu erhalten.

Der Fachkräftemangel hat die Türkei ergriffen und wirkt sich zunehmend negativ auf das Wirtschaftswachstum aus. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die vom türkischen Entwicklungsministerium im Verbund mit der Weltbank durchgeführt wurde. Trotz ihrer jungen Bevölkerung sei es der Türkei bisher nicht gelungen, den größtmöglichen Nutzen durch ihre positiven Rahmenbedingungen zu ziehen.

Der durchschnittlich niedrige Bildungsstand bremse die Produktivität des Landes. Dieser Problematik ist sich auch der türkische Arbeitsminister Faruk Çelik bewusst. „Zum einen versuchen wir einheimische talentierte Arbeitskräfte in möglichst gute Positionen zu bringen und zum anderen möchten wir ausländische Fachkräfte ins Land ziehen“, zitiert die Today`s Zaman den Arbeitsminister.

Deutsche Fachkräfte in die Türkei

Der türkische Industrie-Minister Nihat Ergün hat im vergangenen April bei einer Veranstaltung des Wirtschafts-Rats in Berlin erklärt, dass die Türkei in den vergangenen Jahrzehnten, eine Abwanderung von Arbeits- und Fachkräften zu verzeichnen hatte. Nun sollen türkischstämmige Fachkräfte und Wissenschaftler aus Deutschland zu einer Rückkehr in die Heimat ihrer Eltern bewegt werden. Auch Deutsche seien willkommen.

Vertreter des Wirtschaftsrats sollen Ergün ein neues Anwerbe-Abkommen mit der Türkei vorgeschlagen haben. „Ich habe ihnen deutlich gesagt, dass die Türkei kein Interesse an einem derartigen Abkommen hat. Wir haben selbst einen Mangel an Fachkräften“, zitiert ihn die Hürriyet (mehr hier).

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