SVR: Auf dem Arbeitsmarkt soll Leistung zählen, nicht die Herkunft

Christine Langenfeld, Vorsitzende des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration, sagt, dass auf dem Arbeitsmarkt nur die Leistung und nicht die Herkunft eine Rolle spielen dürfe. Doch die Voraussetzung hierfür sei die Gleichstellung der Migranten.

Gut ausgebildete Akademiker und Azubis mit Migrationshintergrund haben es grundsätzlich schwerer eine Anstellung zu bekommen, als Menschen ohne Migrationshintergrund, so der SVR anlässlich des 6. Integrationsgipfels.

Dabei müsse, so die SVR-Vorsitzende Christine Langenfeld in einer Mitteilung, eigentlich nur die Leistung und nicht die Herkunft zählen. Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind Jugendliche mit Migrationshintergrund – trotz guter Noten – mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Deshalb seien alle Kraftanstrengungen des Staates und der Wirtschaft, zur Beseitigung jener Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt zu konzentrieren.

„Dem öffentlichen Dienst kommt hier eine Vorbildfunktion zu. Es ist ein starkes Signal an Wirtschaft und Gesellschaft, wenn mehr Menschen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst ausgebildet“, meint Langenfeld. Doch bislang seien Migranten mit einem Anteil in Höhe von zehn Prozent im öffentlichen Dienst völlig unterrepräsentiert. Zudem „arbeiten sie häufig in niedrig bezahlten Positionen“.

Zuvor hatte die Türkische Gemeinde in Deutschland einen Gesetzesentwurf zur Förderung der Eingliederung und Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund (MigTeilhG) vorgelegt. In dem Entwurf, der den DTN vorliegt, geht es neben der kulturellen Gleichstellung von Migranten auch um die Gleichbehandlung auf dem Arbeitsmarkt, der Ausbildung und im öffentlichen Dienst (mehr hier).

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