Spionage gegen USA: Chinesische Hacker erbeuten Infos über Waffensysteme

Informationen zu mehr als zwei Dutzend US-Waffensystemen sollen von chinesischen Hackern ausspioniert worden sein. Darunter befinden sich auch Programme wie die amerikanischen Raketenabwehr-Systeme. Das Pentagon sieht die Hacker-Angriffe als Gefahr für den technologischen Fortschritt der USA.

Chinesische Hacker haben wichtige Informationen zu US-Waffensystemen ausspioniert. Sie sollen dabei in die Computernetzwerke von amerikanischen Rüstungskonzernen eingedrungen sein. Ein weiterer Fall in dem stetigen Konflikt zwischen den USA und China – aber mit erhöhter Brisanz.

Bei den geklauten Daten handelt es sich um die empfindlichsten, erweiterten Waffensysteme der Nation, heißt es in dem Bericht eines Beratergremiums im Pentagon. Mehr als zwei Dutzend große Waffensysteme seien von den Hacker-Angriffen betroffen, berichtet die Washington Post mit Verweis auf den Pentagon-Bericht. Zu den Zielen der chinesischen Hacker gehörten unter anderem Raketenabwehr-Systeme, Baupläne von Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen.

Der Vorfall sei eine Gefahr für den technologischen Vorsprung der amerikanischen Waffensysteme. Man sei alarmiert, heißt es in dem Bericht. Die Rede ist von einem „zügellosen Cyber-Diebstahl“. So gehört beispielsweise auch das teuerste Waffensystem, das je gebaut wurde, zu den gehackten Zielen: der F-35 Joint Strike Fighter. Dieser hat einen geschätzten Wert von 1,4 Billionen Dollar, so die WP.

Die USA haben China schon des Öfteren vorgeworfen, Spionage zu betreiben. Allerdings ist es das erste Mal, dass das Pentagon direkt die Chinas Regierung und Militär als Täter hinter den bekannt gewordenen Cyber-Angriffen bezeichnet.

Mehr zum Thema:

Cyberwar: USA hacken Website der Al-Qaida
Cyberwar: PKK startet Hacker-Angriff im Internet
Rache für verhaftete Anwälte: RedHack knackt Akademie-Webseite

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.