Exportwirtschaft: Autobauer Tofaş will sich auf US-Markt etablieren

Der türkische Automobilhersteller Tofaş möchte auf den US-Markt expandieren und plant millionenschwere Investitionen. Der Nachfragerückgang in Europa hatte sich zuvor negativ auf den Umsatz des Unternehmens ausgewirkt.

Der türkische Automobilhersteller Tofaş („Türk Otomobil Fabrikası Anonim Şirketi“) möchte seinen Export auf den nordamerikanischen Markt erweitern. Deshalb werde der Autobauer in den kommenden zwei Jahren 286 Millionen Euro in die Erneuerung des Leichtlastkraftwagens Tofaş Doblò investieren. Das berichtet die türkische Hürriyet.

Zwischen 2014 und 2021 sollen insgesamt 175.000 Stück des Modells in die USA exportiert werden. Offenbar möchte der Autobauer den Nachfragerückgang auf dem EU-Markt wettmachen und versucht auf alternative Märkte umzsuchwenken.

Zuvor fuhr die Geschäftsführung von Tofaş zwei Produktionsschichten aufgrund von Umsatzeinbußen zurück. Daneben wurden die Verträge mit 800 Zeitarbeitern nicht verlängert, die zum Ende des Jahres 2012 ausgelaufen seien. Der Stellenabbau kam nicht überraschend (mehr hier).

Heiße Luft oder Innovation?

Vergangenes Jahr sagte Koç Holding-Vositzender Mustafa Koç, dass sein Unternehmen die Herstellung des ersten türkischen Autos anstrebe. Der Partner Fiat werde nur begrenzt Hilfestellung leisten (mehr hier). In den vergangenen Jahren ließen türkische Unternehmen und der Staat immer wieder verlautbaren, dass innovative heimische Großprojekte am Laufen seien. Doch Ergebnisse blieben bisher aus.

Das türkische Unternehmen Koç Holding und Fiat halten jeweils 38 Prozent der Anteile an Tofaş. Der Autobauer ist einer der größten Automobilhersteller der Türkei und produziert Autos des italienischen Konzerns Fiat in Lizenz.

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