Zerreißprobe: Bewaffnete Rebellen möchten Vertretung bei syrischer Opposition

Nun möchten auch die syrischen Rebellen eine politische Vertretung innerhalb der Nationalen Syrischen Koalition (SNC). Sie trauen der SNC nicht mehr. Denn die sei unfähig, die Interessen des syrischen Volkes zu vertreten.

Die Freie Syrische Armee (FSA) hat der Nationalen Syrischen Koalition (SNC) ein Ultimatum gestellt und fordert die sofortige Einbindung in die politische Vertretung der syrischen Opposition. „Sie [SNC] wollen den revolutionären bewaffneten Kräften keine Sitze geben. Wir geben ihnen noch 24 Stunden, um diesen Missstand aus dem Weg zu räumen“, sagte Louai al-Mokdad, Sprecher der FSA, der Hürriyet. Einige Vertreter der SNC seien nur darauf aus, ihre persönlichen politischen Ziele zu erreichen, anstatt für die Interessen des syrischen Volkes aufzutreten.

Die „Revolutionäre Bewegung in Syrien“, welche aus vier führenden Rebellengruppen besteht, sagte in einer Erklärung, dass die Oppositionsgruppen, die in Istanbul zusammen kamen, wegen ihrer Zerstrittenheit nicht in der Lage seien, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

„Wir beanspruchen mindestens 50 Prozent aller Sitze innerhalb der Koalition“, heißt es in einer Mitteilung der „Revolutionären Bewegung in Syrien“.

Zuvor war es auf der Istanbuler-Konferenz der Nationalen Syrischen Koalition (SNC) zu Unstimmigkeiten gekommen (mehr hier). Einige Vertreter möchten verhindern, dass der säkularen Syrischen Demokratischen Plattform (SDP) mehr Gewicht zukommt.

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