Pipeline-Projekt: Franzosen steigen bei Nabucco ein

Das österreichische Öl- und Gasunternehmen OMV hat einen Teil seiner Beteiligung am Nabucco-Projekt an das französische Unternehmen GDF SUEZ veräußert. Zuvor hatte OMV 17 Prozent der RWE-Nabucco-Anteile gekauft.

Das französische Unternehmen GDF Suez hat einen neunprozentigen Anteil an der geplanten Gaspipeline Nabucco West von OMV gekauft. „Mit GDF SUEZ als Partner hat das Projekt Nabucco West einen weiteren Meilenstein erreicht. Damit zeigt sich, dass Nabucco der richtige Weg ist, um Europa künftig sicher mit mehr Gas aus neuen Quellen zu versorgen“, sagt OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss in einer Firmen-Mitteilung.

Der Abschluss der Transaktion werde im Laufe des zweiten Halbjahres stattfinden und unterliege noch „gewissen Bedingungen“, über die OMV noch keine Auskunft gegeben hat.

Anfang März 2013 veräußerte die RWE 17 Prozent ihrer Anteile an der Nabucco Gas Pipeline International GmbH an die OMV. Doch der österreichische Erdöl- und Gaskonzern sagte schon damals, dass die erworbenen Anteile weitergegeben werden sollen. Träger des Nabucco-Projekts sind neben OMV und GDF SUEZ, auch BEH (Bulgarien), BOTAŞ (Türkei), FGSZ (Ungarn), OMV (Österreich) und Transgaz (Rumänien).

Doch das ambitionierte Pipeline-Projekt Nabucco wird durch das Konkurrenz-Projekt der Türkei und Aserbaidschans, Tanap, herausgefordert (mehr hier). Um die Gaslieferung aus Russland zu umgehen, wetteifern Firmen um die beste Versorgungsroute. Zur Debatte steht nun eine kleinere Form des ursprünglichen Mammutprojekts, die Nabucco-West.

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