Erdoğan muss nachgeben: Proteste in Istanbul und Ankara zeigen Erfolg

Die Demonstrationen in der Türkei tragen offenbar Früchte. Ein Istanbuler Gericht hat den Abrissplan des Gezi-Parks in Istanbul gestoppt. Doch Erdoğan ist alles andere als erfreut über die gerichtliche Verfügung.

Die Demonstranten gegen die Zerstörung des Gezi-Parks in Istanbul haben gewonnen: Am Samstag hat der türkische Premier Erdogan verkündet, dass das umstrittene Einkaufszentrum nicht gebaut wird. Er beorderte die Polizei zurück in die Kasernen.

Ein Istanbuler Gericht hat mit sofortiger Wirkung den Abriss des Gezi-Parks stoppen lassen. Eine Entscheidung, die dem türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan missfällt. „Was mich traurig macht, ist die Entscheidung des Gerichts. Als ob der Abriss schon in vollem Gange wäre“, zitiert die Zeitung Türkiye Erdoğan.

Zuvor hatte Premier Erdoğan „harte Strafen“ für Polizisten angekündigt, die unverhältnismäßig vorgegangen sein sollen, berichtet die Hürriyet. Zudem sollen neue Gespräche zwischen den Istanbuler Behörden und Verbänden stattfinden, die das Projekt zur Umwandlung des Gezi-Parks ablehnen (mehr hier).

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