Trainerposten zu vergeben: Wer wird neuer Coach von Fenerbahçe?

Am vergangenen Mittwoch kam die Ära von Aykut Kocaman als Trainer von Fenerbahçe zu einem abrupten Ende. Nach zwei vergeblichen Anläufen wurde sein Ansinnen nun vom kompletten Vorstand akzeptiert. Doch wer wird den Club in Zukunft zu sportlichen Höchstleistungen führen? Auch deutsche Namen sind im Spiel.

Der 48-jährige Aykut Kocaman war seit 2010 im Amt als Cheftrainer beim Vizemeister der Türkei. Zuvor war er bereits als sportlicher Direktor bei Fenerbahçe tätig. Seit vergangenen Mittwoch ist diese Zeit Geschichte (mehr hier). Was Kocaman für seine Zukunft plant, scheint derzeit ungewiss. Bei Fenerbahçe hingegen läuft die Suche nach seinem Nachfolger bereits auf Hochtouren. Das berichtet die türkische Zeitung Zaman. Die UEFA Champions League steht an. Die erste Qualifikationsrunde beginnt bereits am 2. Juli. Auch die neue Spor Toto Super League haben die Verantwortlichen im Blick.

Mediale Gerüchteküche brodelt heiß

„Wir werden unseren neuen Trainer so schnell wie möglich bekannt geben“, so der stellvertretende Vorsitzende Abdullah Kiğılı am vergangenen Mittwoch. Ob es sich dabei um einen ausländischen oder einen türkischen Coach handle, könne er bis dato allerdings nicht sagen. Bisher hätte der Verein noch niemand bestimmtes auf der Liste.

Das mediale Rühren in der Gerüchteküche hat begonnen. Schon kurz nach Kiğılıs Ankündigung kursierten die ersten Namen. Darunter zum Beispiel Mircea Lucescu. Bereits seit 2004 trainiert der gebürtige Rumäne den Verein Schachtar Donezk in der Ukraine. Auf sein Konto gehen gleich eine ganze Reihe von Meistertiteln sowie ukrainische Pokale. Zuvor war er ab 2000 in der Türkei bei Galatasaray Istanbul, dann beim Lokalrivalen Beşiktaş Istanbul tätig. Angeblich wolle Aziz Yıldırım ihm das Mega-Budget von 250 Millionen Euro zur Verfügung stellen, damit der 67-Jährige eine neue Mannschaft formen könne – anglich.

Rückgriff auf Bewährtes oder probiert Fener Neues aus?

Ebenfalls im Rennen der Medien ist Mustafa Denizli. Der einstige türkische Nationalspieler gewann gleich für alle drei großen Istanbuler Clubs die Meisterschaft. Für Galatasaray (1987-1988), Fenerbahçe (2000-01) und Beşiktaş (2008-09). Erst kürzlich, zur Rückrunde der Spielzeit 2012/13 übernahm er überraschend den türkischen Zweitligisten Çaykur Rizespor. Gerade erst hat er mit seinem Team den Aufstieg in die Super League geschafft. Jetzt soll er wegen Fener dem Schwarzmeer-Club den Rücken gekehrt haben – angeblich. Entsprechende Gerüchte wurden inzwischen von Fußballfachmann Rıdvan Dilmen dementiert.

Der dritte im Bunde ist derzeit Eskisehirspor-Trainer Ersun Yanal. Mit ihm sollen bereits erste Gespräche geführt worden sein. Für ihn wäre allerdings eine Ablöse von einer Million TL, etwa 410.000 Euro, fällig. Möglich wäre aber auch der Brasilianer Arthur Zico, der bereits ein zweijähriges Gastspiel in der Türkei hinter sich hat. In der Saison 2006/07 wurde Zico mit Fenerbahçe Meister. In der Saison 2007/08 schaffte er es mit dem Team ins Viertelfinale der europäischen Champions League. Der brasilianische Ex-Nationalspieler gab seinen Posten jedoch nach gescheiterten Verhandlungen mit Fenerbahçe im Juni 2008 wieder auf. In der Türkei scheiterte aber nicht nur er (mehr hier).

Spekulationen um Daum, Magath und Prosinecki

Daneben bringen die Medien aber auch deutsche Namen ins Spiel. Nach Angaben der türkischen Zaman sei demnach auch erneut Christoph Daum als potentieller Kandidat denkbar (mehr hier). Das Fußballportal gazetefutbol.com nennt zudem den im Augenblick vereinslosen Felix Magath sowie Kayerispor-Coach Robert Prosinecki.

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