Proteste in der Türkei: Borsa Istanbul bricht ein

Crash an der Borsa Istanbul: Die andauernden Massenproteste gegen die türkische Regierung haben zu einer Verunsicherung an der Istanbuler Börse geführt. Sowohl der Aktienindex als auch die türkische Währung gingen auf Talfahrt.

Im Zuge der landesweiten regierungskritischen Proteste in der Türkei ist die Borsa Istanbul eingebrochen. Der Istanbuler Aktienindex fiel um bis zu 6,43 Prozent auf ein Drei-Monats-Tief von 79,04 Punkten. Zuvor lag der Index noch bei 80,46 Punkten. Ein Dollar war am vergangenen Freitag mit 1,9005 Lira so teuer wie zuletzt im Januar 2012. Der Euro verzeichnete mit 2,4726 Lira ebenfalls ein Eineinhalb-Jahres-Hoch. Erst im vergangenen Oktober war die Börse mit dem Goldmarkt zusammengelegt worden (mehr hier).

„Es herrscht Panik an der Börse. Ausschlaggebend ist die Ungewissheit in Bezug auf den Ausgang der Proteste“, so der Geschäftsführer von Bosphorus Capital, Murat Salar. Der Chefökonom von „Burgan Yatırım“, Haluk Bürümcekçi, ist der Ansicht, dass der Aktienindex auf 77,50 Punkte fallen könnte, falls die Proteste weiterlaufen, berichtet die Hürriyet.

Analyst: Türkische Zentralbank wird aktiver werden

Doch es gibt auch Optimisten unter den Finanzmarkt-Analysten. „Die meisten Anleger wissen, dass die AKP nach wie vor die dominierende Kraft in der Türkei ist. Die türkische Zentralbank wird aktiver werden, um die Anleger zu beruhigen“, zitiert das Wallstreet Journal Tim Ash von Standard Bank PLC in London. Erst Ende April wurde die Borsa Istanbul 100 (BIST 100) – nach der Börse in Buenos Aires – als die zweit-lukrativste Börse der Welt eingestuft (mehr hier).

Mehr zum Thema:

Nikkei bricht ein: Panik in Japan befürchtet
Startschuss für Pegasus: Türkische Airline ist jetzt an der Borsa Istanbul
Deutsche Börse und „Borsa Istanbul“: Türkei will Zentrum der MENA-Region werden

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.