Türkischer Protest in der New York Times? Internetuser spenden über 80.000 Dollar für eine Anzeigenseite

Die Stimme der türkischen Demonstranten könnte schon bald in einer der bekanntesten Zeitungen der Welt zu hören sein. Im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne wurden bisher rund 82.000 Dollar gesammelt. Das Ziel: Mit dem Geld soll eine ganze Seite in der New York Times gekauft werden.

In weniger als 24 Stunden wurden im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne mehr als 55.000 Dollar gespendet. Mittlerweile sind die User sogar weit über das Ziel hinaus geschossen. Aktueller Stand: 81.910 Dollar. Gebraucht wurden 53.800 Dollar.

Gekauft werden soll mit dieser Summe eine ganzseitige Anzeige in der renommierten New York Times. In dieser solle nicht nur zum demokratischen Handeln, sondern auch zu einem neuen Dialog über die Türkei aufgefordert werden. Die Menschen sollen, so heißt es von Seiten der Initiatoren, von den Türken selbst hören, was sich in der Türkei zutrage. Nun bitte man beim Kampf um echte Demokratie für das Land um die Unterstützung der gesamten Welt.

Die Indiegogo-Kampagne mit dem Titel „Full Page Ad for Turkish Democracy in Action: OccupyGezi for the World“ hat derzeit bereits 2036 Unterstützer und rund 600 Kommentare. Ins Leben gerufen wurde sie von Murat Aktihanoglu, Oltac Unsal nnd Duygu Atacan, die den Usern nun drei verschiedene Textversionen zur Auswahl anbieten. Das Trio beansprucht für sich, die „türkischen Leute“ zu repräsentieren. Einer Partei, einer Organisation oder ähnlichem gehörten sie eigenen Angaben zufolge nicht an.

Was mit dem Geld geschehen soll, das nach dem Anzeigenkauf übrig bleibt, ist bisher nicht klar. Die Initiatoren haben die User bereits aufgefordert, entsprechende Vorschläge zu machen. Die Aktion läuft noch bis zum 30. Juni, um 23.59 Uhr.

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