EU-Mitgliedschaft: Die Zahl der deutschen Skeptiker steigt

Die Deutschen sind davon überzeugt, dass ihr Land in der EU Einfluss hat. Allerdings wächst die Zahl der Skeptiker. Ein Drittel würde bei einer Volksbefragung für einen Austritt aus der EU stimmen.

Die weitere Entwicklung der EU wird von 49 Prozent der Deutschen pessimistisch gesehen. 41 Prozent sehen die Zukunft der EU eher optimistisch. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des YouGov-Instituts.

Im Falle einer Volksabstimmung zur Mitgliedschaft Deutschlands in der Europäischen Union wären 49 Prozent für einen Verbleib in der EU. 30 Prozent würden für einen Austritt stimmen. Das sind um fünf Prozent mehr als noch bei der letzten Befragung im vergangenen Herbst. Der Rest der Befragten äußerte sich unentschlossen. Ein anderes Bild zeigt sich bei der Frage nach der Einschätzung des Einflusses des eigenen Landes innerhalb der EU. 56 Prozent der Deutschen bewerten ihr Land als einflussreich, nur 7 Prozent nicht.

Deutlich skeptischer als die Deutschen bewerten die Briten (60 Prozent) und Franzosen (67 Prozent) die Zukunft der EU. Optimistisch sind hingegen nur 29 Prozent der Briten und 25 Prozent der Franzosen. Die Umfrageergebnisse besagen auch, dass in Großbritannien eine relative Mehrheit für einen Austritt aus der EU (43 Prozent) stimmen würde. Nur 35 Prozent würden gern in der Union bleiben. In Frankreich würden im Falle eines Referendums 43 Prozent für und 34 Prozent gegen einen Verbleib stimmen. Bei den skandinavischen Ländern (Dänemark, Schweden, Finnland) ist die Mehrheit der jeweiligen Bevölkerung EU-Befürworter.

Zur Datenerhebung befragte das YouGov-Institut im Zeitraum von 23. bis 31. Mai insgesamt 1.915 Briten, 1.033 Deutsche, 1.006 Franzosen, 1.013 Dänen, 1.012 Schweden, 916 Finnen und 678 Norweger.

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