Proteste in der Türkei: Auseinandersetzungen fordern drittes Todesopfer

Die Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in der Türkei haben nun ein drittes, offiziell bestätigtes Todesopfer gefordert. Bereits am vergangenen Montag wurde bei Ethem Sarısülük der Hirntod bestätigt.

Ethem Sarısülük heißt das an diesem Mittwoch dritte bestätigte Todesopfer der andauernden Ausschreitungen in der Türkei (mehr hier). „Sein Hirntod ereignete sich allerdings schon vorher“, zitiert die Hürriyet einen Sprecher der türkischen Ärzte-Union (TTB). Der Sprecher traf sich zuvor zu einer Unterredung mit dem Vizepremier Bülent Arınç.

Sarısülük wurde am vergangenen Montag mit schweren Kopfverletzungen in das „Numune Eğitim ve Araştırma“-Krankenhaus von Ankara eingeliefert. Wie es zu den Kopfverletzungen kam, sei bisher unklar. Einige Augenzeugen wollen gesehen haben, wie Sarısülük von einem Polizisten in den Kopf geschossen wurde.

Zuvor wurde bereits der Tod von Mehmet Ayvalıtaş und Abdullah Cömert bestätigt. Ayvalıtaş wurde durch ein in die Menge fahrendes Auto umgefahren und erlag seinen Verletzungen. Abdullah Cömert sei nach Angaben des Oppositionsabgeordneten Hasan Akgöl (CHP) von zwei schweren Schlägen auf den Kopf getroffen worden. Das hatte eine erste Obduktion des Leichnams in einem Krankenhaus in Antakya ergeben. Das sei die Todesursache (mehr hier).

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